Juchee auf der hohen Alm – Urlaub im Zillertal

18.03.2015 | Anja Sauer | Lifestyle

Zillertal Teaser

Im Zillertal ist mächtig viel los – und das im ganzen Jahr. Drivers Club Germany wählt den Winter und macht die Pisten unsicher.

Wo man im Winter zum Skifahren hinfährt, will mittlerweile gut überlegt sein, denn mit der Schneesicherheit ist es selbst in den Alpen nicht mehr so einfach. Im Zillertal kann man sich jedoch (Schnee)sicher sein, denn es gibt zahlreiche Skigebiete und letztendlich den Hintertuxer Gletscher, auf dem man das ganze Jahr über Skifahren kann. Mit insgesamt 489 Pistenkilometern und modernsten Liftanlagen wird es nie langweilig. Im Tiefschnee kommen auch die Freerider voll auf ihre Kosten.

Wer noch nicht Skifahren oder Snowboarden kann, ist bei zahlreichen Skischulen gut aufgehoben. Ob Gruppenunterricht oder Privatlehrer, bei rechtzeitiger Buchung hat man freie Wahl und lernt die Grundlagen des alpinen Skisports oder erhält den nötigen Feinschliff. Wir buchen den Skikurs bei der Skischule Horberg in Hippach, wo wir ebenfalls unsere Skiausrüstung leihen. Die Ski und der Skilehrer (Danke an Lois!) waren super und wir dürfen während unseres Urlaubs unsere Ski kostenlos im Skidepot an der Bergstation Horberg verstauen. Die Horbergbahn führt übrigens ebenso wie die Penkenbahn ins Skigebiet Mayrhofen, welches für jedes Fahrkönnen und für Familien genug zu bieten hat. Von der entspannten, leichten Abfahrt bis hin zur berühmt berüchtigten tiefschwarzen Harakiri, die durchschnittlich ein Gefälle von 78% aufweist – bitte nur für sehr gute Skifahrer. Wer ganz hoch hinaus will, fährt mit dem „Gletscherbus“, der Gondelbahn in Hintertux in schwindelnde Höhen bis hoch auf 3.250 Meter zur Gefrorenen Wand – unter Höhenangst sollte man hier besser nicht leiden. Die Pisten sind durchweg in einem sehr guten Zustand und wenn‘s mal zu wenig von dem weißen Gold gibt, wird beschneit. Zudem kann man mit dem Skipass nach Registrierung „Höhenmeter fressen“, also der Skifahrer kann online verfolgen, wie viele Höhenmeter er überwunden hat.

 

Gegen den kleinen Hunger zwischendurch oder für die ausgedehnte Mittagspause sorgen die zahlreichen Hütten, wo man zu fairen Preisen unter anderem traditionelle Tiroler Küche genießen kann. Bekannterweise kann man in Österreich sowieso sehr gut essen, ob auf dem Berg oder im Tal. Ein ganz besonderes Highlight gibt es auf dem Ahorn. Von Mayrhofen fährt man abends mit der größten Pendelbahn Österreichs hinauf zum modernen Restaurant Freiraum, bekommt ein sehr schmackhaftes Fondue bei liebevollen Gastgebern und einen atemberaubenden Blick auf Mayrhofen bei Nacht. Für 39 Euro inklusive Berg- und Talfahrt ist dieses Erlebnis buchbar.

Wer nicht Skifahren möchte, kann neben Langlauf, Rodeln und Schneeschuhwandern auch im Tandem Paragliden. Von der Bergstation Penken in Mayrhofen geht’s los auf einen atemberaubenden Flug über die traumhaften Berge des Zillertals.

Unterkünfte gibt es zahlreich – mit rund 50.000 Betten ist die Kapazität recht hoch. Von der gemütlichen Ferienwohnung mit Familienanschluss bis hin zum Luxusresort ist alles dabei. Wir entschieden uns für Ersteres und wohnten bei den herzlichen Blascheks in Hainzenberg. Eins der Fünf-Sterne-Resorts ist das Stock-Resort in Finkenberg, welches von der gleichnamigen Familie geführt wird oder das Hotel Elisabeth in Mayrhofen, welches das erste Adults-Only im Zillertal ist. Neben feinsten kulinarischen Leckerbissen kann man sich in den edlen Spa-Bereichen nach einem anstrengenden Tag erholen.

Überhaupt gibt es im Zillertal viel zu erleben. Für die Heimreise kann man sich bei den vielen Sennerein (Käserei) oder Metzgereien mit heimischen Produkten eindecken. Die edlen österreichischen Brände und Liköre hebt man sich dann bitte für zu Hause auf. Apropos Reise: Wer eine mautfreie und sehr schöne Strecke ins Zillertal sucht, der kann über den Achenpass, vorbei am traumhaften Achensee fahren. Wir kommen sicher wieder zu den sympathischen Zillertalern und können eine Reise dorthin, zu welcher Jahreszeit auch immer, sehr empfehlen.