VW Passat Alltrack: Auch abseits der Piste zu Hause

12.09.2015 | Christian Sauer | Testrides

VW Passat Alltrack Front
Am Starnberger See präsentierte VW die mittlerweile zweite Generation des Passat Alltracks und unser Redakteur Daniel Englisch durfte die neue, allradangetriebene Version noch vor dem offiziellen Verkaufsstart testen.

Ähnlich wie bei den zahlreichen, damals noch Syncro genannten Vorgängern oder auch den neueren Cross-Modellen von Polo und Golf hat der serienmäßige Allradler einen robusteren und kernigeren Look. Das Crossover-Modell, das sich irgendwo zwischen Passat Variant 4Motion und dem Touareg bewegt, lässt sich auf den ersten Blick von seinen zahmeren Kombi-Varianten unterscheiden. Als erstes fallen ins Auge natürlich die massiven, unlackierten Kunststoff-Seitenschweller, die den VW vor Spritzern und Steinschlägen schützen sollen. Das Fahrwerk ist für die gewachsene Bodenfreiheit um 25 mm höher gelegt, den Innenraum zieren Einstiegsleisten aus Edelstahl und fertig ist der Gelände-Auftritt.

 

Aber nicht nur das Aussehen soll Alltrack sein – VW bestückt den Kombi neben den bekannten Fahrmodi wie ECO, Normal und Sport erstmals mit einen richtigen, echten Offroad-Profil. Sobald dieses ausgewählt ist, stehen eine ganze Reihe an Gelände-Funktionen zu Verfügung, die dem Passat auch außerhalb des Großstadtdschungels helfen sollen: Während im Normalbetrieb nur die beiden Vorderräder mit Kraft versorgt werden, steuert die Haldex-Kupplung bei Schlupf blitzschnell zusätzlich auch die Hinterräder an und so garantiert der intelligente Allradantrieb bestmögliche Traktion.

Ein Bergabfahrassistent hilft nun auch an schwierigen, steilen Hängen und das gesamte Ansprechverhalten passt sich auf das Fahren abseits befestigter Wege an. Geänderte Schaltpunkte, ein feinfühligeres Pedalansprechverhalten und auf losem Untergrund einen verkürzten Bremsweg verspricht VW mit dem Offroad-Modus. Dies wird durch eine neue Technik erreicht, die per geänderter ABS-Einstellung beim Bremsvorgang aus Schotter und Geröll einen Minikeil unter dem Reifen bilden und somit den Bremsweg verkürzen soll. Die Wolfsburger haben bei dem neuen Alltrack definitiv mehr Anspruch als nur einen Kombi im Offroad-Gewandt zu präsentieren und machen Ernst, was die Geländegängigkeit angeht.