Welcome on board: Volvo XC60 Ocean Race

29.12.2014 | Christian Sauer | Testrides

Volvo XC60 D4 Ocean Race Drivers Club Germany Test Fahrbericht
Während die neun Monate dauernde Segelregatta rund um die Welt läuft, testeten wir das gleichnamige Sondermodell des beliebten SUV an Land.

Seit 2008 verkauft sich der dynamisch gestylte SUV aus Schweden fast so gut wie Knäckebrot und Ikea-Möbel, wenn auch die Qualität und der Preis auf einem deutlich höheren Niveau liegen. Nachdem das umfangreiche Facelift im letzten Jahr dem S60, V60 und auch dem XC60 optische wie technische Neuerungen bescherte, legte Volvo für diese Modelle sowie für den V40 und V40 Cross Country anlässlich des Ocean Race 2014/2015 exklusive Editionen mit besonderen Ausstattungsdetails auf.

 

Natürlich gibt es den Volvo XC60 auch in anderen Farben, aber dem maritimen Sondermodell steht Perleffekt-Weiß oder die dunkelblaue Lackierung unseres Testwagens besonders gut. Zweifarbige 18-Zoll-Felgen und Embleme an den Kotflügeln zeugen diskret vom Ausnahmestatus der Ocean Race Edition. Deutlich auffallender sind die Zeichen im Innenraum: Unter der Kofferraum-Abdeckung mit angedeuteter Routenkarte der Regatta lassen sich die Segel-Ausrüstung oder Seesäcke verstauen. Werden die Rücksitze umgeklappt, steigt das Volumen von 495 auf 1.455 Liter. Ansonsten finden dort zwei bis drei Crew-Member ausreichend Platz und deutlich mehr Komfort als im Rumpf der Rennboote. Noch luxuriöser geht es auf der schwedischen „Brücke“ zu, wo zwei bequeme Sportsitze warten – für den Kapitän mit elektrischer Verstellung – für den ersten Offizier ohne. Die schicke Lederausstattung ist in Anthrazit oder Creme Beige, jeweils mit orange abgesetzten Nähten und Ocean-Race-Schriftzügen erhältlich. Passend dazu tragen auch die Fußmatten und Einstiegsleisten diese Insignien. Einen netten Gimmick haben die Volvo-Designer mit der speziellen Dekoreinlage kreiert, auf der sämtliche Häfen der Weltumsegelung verzeichnet sind. Die Mittelkonsole mit ihrem schwebenden Design ist immer wieder ein Hingucker und die Ausführung aus Alu fällt positiv auf, denn ansonsten wird für ein Premiummodell leider relativ viel Hartplastik verbaut.

Etwas gewöhnungsbedürftig finden wir immer noch die Bedienung einiger Funktionen, gerade des Infotainment-Systems mit Internet-Zugang und Apps. Dafür könnte der Monitor mit 7-Zoll-Diagonale  auch gerne etwas größer sein. Auf Wunsch schauen Kameras rundum und helfen beim Manövrieren in die Parkbucht. Die Übersichtlichkeit fällt trotz den an sich überschaubaren Abmessungen von 4,64 x 1,89 x 1,71 Meter nicht optimal aus, was vor allem an der breiten D-Säule liegt. Gewöhnen muss man sich ebenfalls an die vertikale Skala des Drehzahlmessers, der jedoch durch den Diesel unseres Testwagens keine großen Ausschläge zu erwarten hat – später dazu mehr. Einen genaueren Blick lohnen noch die digitalen Instrumente, die optional bestellbar und so als solches zuerst gar nicht erkennbar sind. Neben den Animationen zur Begrüßung und Verabschiedung, fallen die unterschiedlichen Farbschemas je Fahrmodus – grün für Eco und rot für Performance – sowie die Anzeigen der zahlreichen Assistenzsysteme auf. Typisch Volvo wird im XC60 so ziemlich alles installiert, was in Bezug auf Sicherheit gut und teuer ist.