The next generation: Der neue Porsche Panamera.

03.04.2013 | Christian Sauer | News

new Porsche Panamera S E-Hybrid 2013 neu Drivers Club Germany

Mit der zweiten Generation des Gran Turismo präsentiert Porsche auf der Auto China in Shanghai den weltweit ersten Plug-in-Hybrid in der Luxusklasse. Neben dem Panamera S E-Hybrid mit 416 PS Systemleistung debütieren außerdem zwei luxuriöse Executive-Varianten mit verlängertem Radstand und ein komplett neu entwickelter Dreiliter-V6-Motor mit Biturbo-Aufladung für Panamera S und Panamera 4S.

Das bisher schon breit gefächerte Angebot umfasst jetzt zehn Modelle. Neue und weiterentwickelte Technologien sollen einerseits Verbrauchseinsparungen von bis zu 56 Prozent, andererseits weitere Steigerungen in Bedien- und Fahrkomfort bringen. Der neue Panamera soll laut Porsche seine Ausnahmestellung mit einer noch ausdrucksvolleren Designsprache im Stil der neuen Sportwagen-Generationen, die von strafferen Linien, stärkeren Konturen und neu gestalteten Karosserieelementen geprägt sein.

Der Panamera S E-Hybrid ist als konsequente Weiterentwicklung des Parallel-Vollhybrids mit kraftvollerem Elektromotor, leistungsfähigerer und energiereicherer Batterie sowie externer Auflademöglichkeit am Stromnetz gedacht. Der Elektroantrieb leistet mit 95 PS (70 kW) mehr als doppelt so viel wie die 47 PS (34 kW) starke E-Maschine des Vorgängermodells. Er bezieht seine Energie aus der neu entwickelten Lithium-Ionen-Batterie, die mit 9,4 kWh über mehr als den fünffachen Energieinhalt der bisherigen 1,7 kWh-Batterie in Nickel-Metallhydrid-Technik verfügt. Mit Starkstrom kann sie über den integrierten On-board-Lader und das serienmäßige Porsche Universal-Ladegerät (AC) innerhalb von rund zweieinhalb Stunden aufgeladen werden, an einem haushaltsüblichen Anschluss in Deutschland in weniger als vier Stunden. Der Panamera S E-Hybrid übertrifft die Fahrleistungen des Vorgängers deutlich. Zudem sinkt der NEFZ-Verbrauch von 7,1 l/100 km um 56 Prozent auf 3,1 l/100 km. Das entspricht einer CO2-Emission von 71 g/km. Gleichzeitig verbessert sich die elektrische Performance in Bezug auf die elektrische Beschleunigung, die elektrische Reichweite und die elektrische Höchstgeschwindigkeit substantiell. So ist ein intensives rein elektrisches Fahrerlebnis ohne Kraftstoffverbrauch und lokale Emission möglich, das insbesondere im urbanen Umfeld von Vorteil ist. Die elektrische Reichweite des Panamera S E-Hybrid wurde im NEFZ mit 36 Kilometern ermittelt. Da gemäß der Vorgaben im NEFZ beispielsweise die Klimaanlage beziehungsweise die Heizung ausgeschaltet ist, kann die Reichweite im Realbetrieb allerdings schwanken. Eine realistische, elektrische Reichweite im Alltagsbetrieb liegt deshalb zwischen 18 und 36 Kilometern –unter besonders günstigen Bedingungen sogar noch darüber. Rein elektrisch angetrieben ist der Panamera mit dem neuen Hybridantrieb bis zu 135 km/h schnell.

Die Beschleunigungszeit aus dem Stand auf 100 km/h verkürzt sich um eine halbe Sekunde auf 5,5 Sekunden. Dabei hilft der elektrische Boost, bei dem die Performance der E-Maschine den Verbrenner unterstützt. Das Boosten kann auch – beispielsweise zum Überholen – durch Kick-down abgerufen werden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 270 km/h. Gleichzeitig erlaubt das von Porsche entwickelte Konzept des Parallel-Vollhybrid auch bei höherer Geschwindigkeit das so genannte „Segeln“, also das freie Rollen mit ausgeschaltetem Verbrennungsmotor, sowie die Energie-Rückgewinnung durch Stromerzeugung. Das zukunftsweisende Konzept des Panamera S E-Hybrid umfasst zudem ein völlig neues Spektrum an Komfortfunktionen, die auch per Smartphone-App aktiviert und abgerufen werden können. Zum Beispiel die Anzeige des Ladestatus. Außerdem ermöglicht der Plug-in-Hybrid über Porsche Car Connect die optionale Standklimatisierung mit Vorheizen oder -kühlen, deren Programmierung im Fahrzeug oder komfortabel über die Smartphone-App vorgenommen werden kann. Auch das Batteriemanagement oder die Fernabfrage von Fahrzeuginformationen wie der Restreichweite sowie die Routenführung zum geparkten Fahrzeug sind per Smartphone möglich. Alle Funktionen, die nicht spezifisch für den Hybridantrieb sind, stehen auch für die anderen Panamera-Modelle optional über die Smartphone-App von Porsche Car Connect zur Verfügung.

 

Das Raumkonzept des Panamera mit zwei vollwertigen Einzelsitzen im Fond erwies sich als so erfolgreich, dass Porsche es mit der neuen Generation des Gran Turismo weiter ausbaut. Die neuen Modelle Panamera Turbo Executive und Panamera 4S Executive bieten – durch einen um 15 Zentimeter verlängerten Radstand – mehr Raum im Fond und nochmals gesteigerten Fahrkomfort. Sie verfügen über eine sehr umfangreiche Ausstattung und bieten damit vor allem auf den beiden hinteren Plätzen bereits serienmäßig ausnehmenden Komfort. Alle Executive-Modelle verfügen über eine Luftfederung, die hervorragenden Abrollkomfort mit Porsche-typischen Fahreigenschaften verbinden soll. Mit den Executive-Versionen zielt Porsche vor allem auf asiatische Kunden mit Chauffeur ab, die sich bisher eher für Langversionen vom Audi A8, BMW 7er oder Mercedes S-Klassen entschieden hatten. Für Deutschland und Europa wäre wahrscheinlich noch attraktiver eine Kombi-Variante des Panamera, die in Form der Studie Panamera Sport Turismo bereits letztes Jahr gezeigt wurde. Ganz unwahrscheinlich ist dies in Zeiten von Shooting Brakes à la Mercedes CLS nicht und das Antriebskonzept der positiv aufgenommenen Studie findet sich nun im E-Hybrid wieder.

Porsche versucht traditionell die Steigerung von Performance und Effizienz unter einen Hut zu bekommen. Bei der Entwicklung des neuen Panamera führte dies über das Downsizing-Konzept zu einem völlig neuen Motor: Einem V6-Triebwerk mit drei Litern Hubraum und Biturbo-Aufladung. Der V6-Biturbo löst den bisherigen 4,8 Liter großen V8-Motor in Panamera S und Panamera 4S ab, und wird auch in der neuen Executive-Variante des Panamera 4S eingesetzt. Bereits die Eckdaten kennzeichnen den Fortschritt: 20 PS mehr Leistung und 20 Newtonmeter mehr Drehmoment, aber bis zu 18 Prozent weniger Verbrauch im Vergleich zum V8-Motor im Vorgänger. Dem Fahrer steht damit nicht nur ein kraftvollerer und effizienterer Antrieb zur Verfügung, durch die Turboaufladung ist das maximale Drehmoment von 520 Newtonmeter über einen besonders breiten Drehzahlbereich abrufbar, was eine souveräne und gleichmäßige Kraftentfaltung bereits bei niedrigen Drehzahlen bedeutet. Die meisten Panamera-Modelle sind mit dem siebenstufigen Porsche-Doppelkupplungsgetriebe PDK ausgestattet. Im Panamera Diesel und im Panamera S E-Hybrid schaltet die komfortable Achtgang-Automatik Tiptronic S. Das bietet optimale Voraussetzungen für die Weiterentwicklung von ergänzenden Effizienzfunktionen. So schaltet die erweiterte Start-Stopp-Funktion jetzt bereits beim Ausrollen den Motor ab und spart damit weiter Kraftstoff. Die Modelle mit PDK bieten mit Ausnahme des Panamera GTS darüber hinaus die Segelfunktion, bei der in Schubphasen die Kupplungen öffnen, der Motor in den Leerlauf geht und das Fahrzeug im Freilauf rollt. Insbesondere bei Reisen auf der Autobahn kann diese Funktion den Kraftstoffverbrauch signifikant verringern.

Das weiterentwickelte Exterieur-Design des Panamera ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Die straffere und prägnantere Linienführung im Bugteil ist vor allem an den größeren Lufteinlässen und dem markanteren Übergang zu den Scheinwerfern sichtbar. In der Seitenansicht erzeugt die neue, flachere Heckscheibe eine noch gestrecktere Silhouette. In der Heckansicht identifiziert sich die neue Panamera-Generation vor allem durch die neu gestaltete Heckklappe. Die verbreiterte Heckscheibe betont die horizontale Ausrichtung des Gran Turismo und damit seinen sportlichen Charakter. Das Heckteil selbst ist einschließlich des breiteren Spoilers ebenfalls neu gestaltet und spiegelt im Bereich der Heckleuchten den strafferen Übergang wieder, wie er auch bei den Frontscheinwerfern sichtbar ist. Wie bereits bei den Vorgängermodellen gibt es auch bei den neuen Panamera-Modellen eine Vielzahl an Differenzierungsmerkmalen im Exterieur. Zur weiteren Individualisierung stehen zahlreiche Optionen zur Wahl, darunter die neuen LED-Scheinwerfer, die dem Gran Turismo einen ganz besonderen Auftritt verleihen.

Neue Serienausstattungen wie Bi-Xenon-Scheinwerfer, Multifunktionslenkrad oder die automatische Heckklappe werten die Panamera-Modelle weiter auf. Zudem steht ein erweitertes Angebot an Assistenzsystemen aus den Bereichen Sicherheit und Komfort zur Verfügung. So greift die optimierte Abstandsregelung in Gefahrsituationen jetzt aktiv in den Bremsvorgang ein. Eine kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung und die Spurverlassenswarnung machen Überland- und Autobahnfahrten noch komfortabler. Die Markteinführung der neuen Panamera-Generation startet im Juli 2013. Die Preise beginnen bei 81.849 Euro für den Panamera Diesel und 83.277 Euro für den Panamera. Der Panamera 4 liegt bei 88.513 Euro, der Panamera S bei 101.841 Euro und der Panamera 4S bei 107.196 Euro. Der Panamera S E-Hybrid kostet 110.409 Euro, danach folgen der Panamera GTS mit 121.595 Euro und der Panamera 4S Executive mit 132.662 Euro. Top-Modelle sind der Panamera Turbo für 145.990 Euro sowie der Panamera Turbo Executive für 163.364 Euro. Anfang kommenden Jahres ersetzt ein neues Dieselaggregat mit 300 PS den aktuellen Selbstzünder und bietet noch mehr Fahrspaß bei dieseltypischer Effizienz. Ebenfalls 2014 kommen der neue Porsche Panamera Turbo S und Panamera Turbo S Executive auf den Markt und bilden die exklusive und sportliche Speerspitze des Modellangebots. Die neue Generation des Gran Turismo feiert ihre Weltpremiere auf der Auto China in Shanghai, die am 21. April 2013 ihre Tore öffnet.