Allein schon eine Reise wert: Superbude St. Pauli

14.12.2014 | Christian Sauer | Lifestyle

Superbude St Pauli Hamburg
Für alle, die in Hamburg eine ausgefallende und bezahlbare Unterkunft suchen, haben wir einen Geheim-Tipp.

Allerdings so ganz geheim ist unsere Empfehlung gar nicht mehr, schließlich hat die außergewöhnliche Kombination von Hotel und Hostel bereits einige Preise beispielsweise für das innovative Design gewonnen. Im Fernsehen war die Superbude St. Pauli auch schon zu sehen. Öffentliche Verkehrsmittel sind gut erreichbar und die Reeperbahn ist nur rund 15 Minuten zu Fuß entfernt. Von außen wirkt das fünfgeschossige Backsteingebäude im angesagten Schanzenviertel recht unscheinbar. Dabei wurde das ehemalige Fernmeldeamt für über 1,4 Millionen Euro aufwendig umgebaut und ebenso geniale wie simple Ideen à la kostenlose Schließfächer an der rund um die Uhr besetzten Rezeption umgesetzt.

Als Gast sollte man nicht den „formellen“ Service eines typischen Luxushotels erwarten, dafür gibt es ein ehrliches Lachen der ebenso netten wie authentischen Crew um Jörn Hoppe. Nach einer klassischen Hotelausbildung lernte er viele Hostels auf der ganzen Welt kennen, baute die ebenfalls zu den Fortune Hotels gehörenden 25hours mit auf und leitet auch die erste Superbude in St. Georg ganz in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes. Während es dort sogar eine „Turnhalle“ mit Kicker und ein Kino gibt, kann es auf St. Pauli schon mal vorkommen, dass mit den ausleihbaren Longboards durch die fast 50 Meter lange untere Etage geskatet wird. Kostenlos stehen iMacs an der Surf-Station, WLAN, aber auch eine Waschmaschine und der Kitchen-Club als kleine Küche zur Selbstbedienung parat. Das Frühstücks-Buffet ist übersichtlich aber mit guten Zutaten wie Waffeln. Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es Nutella-Brot. Trinkwasser kann direkt aus der Leitung in Glasflaschen abgezapft und mit Minze oder Limette verfeinert werden. Wer nicht den Bar-Service nutzen will, kann auch eigene Getränke mitbringen. In der Superbude wirkt alles unkompliziert und kommunikativ – hier wird auf „Du“ statt „Sie“ gesetzt.

 

So vielseitig sich der Hotel-Hostel-Hybrid präsentiert, so unterschiedlich sind auch die Gäste:  Alleinreisende Backpacker, Paare jedes Alters, Familien und Gruppen – in der Superbude warten 89 Doppel- und Mehrbettzimmer auf sie. Ab 16 Euro für ein Bett geht es los, Doppelzimmer mit bequemen Matratzen und Flatscreens kosten ab 60 Euro pro Nacht. Das Highlight: Mit 199 Euro schlägt die DC Rockstarsuite by EMP zu Buche. Gegen einen kleinen Aufpreis, gibt es den mit Getränken gefüllten Kühlschrank dazu und die Party kann beginnen. Mit ein paar Handgriffen verwandelt sich das ultrabreite Bett für sechs zur Bühne und die passenden Musikinstrumente fehlen ebenfalls nicht. Dank Starkstrom sowie weiteren Anschlüssen steht sogar kleinen Gigs nichts im Wege. Die ungewöhnliche Location nutzten bereits namhafte Bands, die mit ihren Roadies oft sogar die ganze Etage mit zwei weiteren Zimmern sowie Tanzstange mieteten. Ob es daran liegt, dass die Rockstarsuite – inzwischen von angesagten Marken gesponsort – auch für Modeschauen, Pressekonferenzen oder als außergewöhnliche Meeting-Location gebucht wird?

Die Superbude ist einfach cool und in, professionell betrieben und dabei sehr herzlich. Wir hoffen auf weitere Superbuden in anderen Metropolen!