SUV-Pionier: Subaru Forester

30.03.2014 | Christian Sauer | Testrides

Subaru Forester Drivers Club Germany
Den letzten Schnee dieses Winters haben wir genutzt, um uns einen Eindruck von den Qualitäten des japanischen Allrad-Allrounders zu machen. So viel sei schon verraten – er hat uns positiv überrascht. Christian Sauer berichtet.

Auf die Frage, was mir zu Subaru einfällt, wäre es wohl zuerst der typische Boxermotor. Den gibt es in größeren Stückzahlen ansonsten nur bei Porsche und beim Toyota GT – dem Pendant zum Subaru BRZ. Dann wären da natürlich noch das jahrelange, sehr erfolgreiche Engagement in der Rallye-Weltmeisterschaft und die Straßenversion des Rennwagens Impreza WRX STI. Wie bei (fast) allen Modellen setzt Subaru auch in der neuesten Version des „Theken-Sportlers“ auf Vierradantrieb. Nach eigenen Angaben ist Subaru sogar der größte Allrad-PKW-Hersteller der Welt. Allerdings ist Größe relativ und trotz der über die Jahre gewachsenen Modellfamilie sind Autos des Mischkonzern Fuji Heavy Industries recht selten auf deutschen Straßen anzutreffen.

 

Dabei sind es der Subaru Outback und der Forester gewesen, die in den 1990er Jahren dem SUV-Trend voraus waren. Mit ihrer erhöhten Bodenfreiheit und dem permanenten Allrad prägten beide die damals noch neue Kategorie der Sports Utility Vehicles. Im Laufe der Jahre hat sich der Forester, was etwa so viel wie Förster oder Waldarbeiter bedeutet, zu einem stattlichen und nun auch optisch attraktiveren Modell gemausert. Inzwischen misst die vierte Generation 4,59 m in der Länge, ist 1,79 m breit und 1,73 m hoch. Die Bodenfreiheit wuchs im Vergleich zu seinen Vorgängern sogar leicht auf 22 cm und die kurzen Karosserie-Überhängen verbessern ebenfalls die Geländegängigkeit.

 

Es gibt zum Zentraldifferential und zur selbstständig einsetzenden Viskosperre zwar keine weiteren zuschaltbaren Sperren, aber in Verbindung mit der stufenlosen Automatik macht der „X-Modus“ per Taste in der Mittelkonsole den Forester fit für Ausflüge abseits der Straßen oder auf rutschigem Untergrund. Die Elektronik bietet neben einer „Kletterhilfe“ mit sanftem Drehmomentanstieg auch eine Bergabfahrhilfe und wirkt bis max 40 km/h auf das Fahrdynamikprogramm ein. Zusammen mit dem serienmäßigen symmetrischen Allradantrieb sollte der nur rund 1,5 Tonnen schwere Subaru die meisten Herausforderungen hierzulande meistern. Hinzu kommt der geringe Wendekreis von 11,4 Metern, der sich auch auf der Straße als großer Vorteil erweist.