Der bessere GTI? Wir testen den Seat Leon SC FR

20.10.2013 | Christian Sauer | Testrides

Seat Leon SC FR Drivers Club Germany Test Fahrbericht

Weniger ist bekanntlich manchmal mehr, aber gilt das auch für den deutsch-spanischen Bruder des Golfs als Dreitürer? Hier unser Fahrbericht des (aktuellen) Topmodells mit 180 PS.

Keine Frage, der VW Golf ist ein gutes Auto und die Wolfsburger Autobauer haben es tatsächlich geschafft, ihren Bestseller seit fast 40 Jahren – von Generation zu Generation – noch besser zu machen. Besonderen Kultstatus genießt der GTI, der es inzwischen auf bis zu 230 PS schafft. Doch der „Volkssportler“ bekommt zunehmend Konkurrenz, beispielsweise vom Kia cee’d GT oder Renault Clio R.S. Doch auch innerhalb des VW-Konzerns, gibt es interessante Alternativen wie den Skoda Octavia RS oder eben den Seat Leon.

Wie das Original, gibt es das deutsch-spanische Derivat des Golfs neuerdings als Kombi mit dem Namenszusatz „ST“, als Fünftürer, sowie der von uns getestete Dreitürer „SC“. Um das Wirrwarr an Abkürzungen gleich zu Beginn aus dem Weg zu räumen – „TSI“ zeigt, dass es sich beim Motor um einen Benziner handelt und „FR“ steht  für die derzeit sportlichste Ausstattungsvariante des Leon. Da der eigentliche Gegner des GTI – der Leon Cupra – erst nächstes Jahr angreift, schnappen wir uns den 180 PS starken Vierzylinder-Turbo mit 1,8 Liter Hubraum. Der hängt dank seinen 250 Nm Drehmoment von 1.250 bis 5.000 Touren gut am Gas.

Standardmäßig gibt es eine 6-Gang-Handschaltung oder wie in unserem Fall, gegen rund 1.800 Euro Aufpreis, das sehr empfehlenswerte 7-Gang-DSG-Doppelkupplungsgetriebe. Dies wechselt die Gänge so harmonisch, dass wir nur selten die Schaltpaddel benutzten. Serienmäßig verfügt der Leon FR über die elektronische Differenzialsperre (XDS) für bestmögliche Traktion der Vorderräder (17 Zoll) und das sog. Seat Drive Profile mit drei Fahrprogrammen. Während „Eco“ den offiziellen Durchschnittsverbrauch von 5,7 Liter u.a. mit frühem Hochschalten in greifbare Nähe rücken lässt, präsentiert sich der Comfort-Modus auffällig unauffällig. Dagegen ist die Gasannahme in der Sportstellung noch spontaner und den Standardsprint auf 100 km/h absolviert der Seat so in nur 7,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit von 224 km/h ist für die Kompaktklasse ebenfalls ein respektabler Wert.