Rinspeed: Die genialen Ideen von Frank M. Rinderknecht

18.04.2014 | Christian Sauer | Lifestyle, Testrides

Rinspeed Splash Drivers Club Germany
Drivers Club Germany wirft einen exklusiven Blick in die geheime Werkstatt von Frank M. Rinderknecht in der Schweiz und sprach mit ihm über seine Zukunftsvisionen.

„Wer hat’s erfunden?“ Die Antwort auf diese Frage aus dem Werbespot kennen wir – die Schweizer. Und tatsächlich führt unsere Reise zu ihnen, genauer gesagt zu Frank M. Rinderknecht. Oft wird er mit Daniel Düsentrieb, dem genialen wie leicht verrückten Erfinder aus den Comics von Walt Disney verglichen und DIE WELT betitelte ihn als „Porschefahrer mit Öko-Tick“. Der Maschinenbauer, der bereits während seines Studiums mit dem Import von Sonnendächern aus den USA und dem Bau von Behindertenfahrzeugen Geld verdiente, gilt als Mitbegründer des modernen Autotunings. „Bin ich verrückt? Ja, denn verrücken bedeutet bewegen!“ Die Frage hat der Endfünfziger wohl schon oft gestellt bekommen und die Antwort passt zu ihm wie zu seinen spektakulären Gefährten.

 

Nach der Gründung der Rinspeed AG im Jahr 1979 präsentierte er als erstes Ergebnis seiner Arbeit einen Golf GTI mit Turbomotor und war nicht nur damit seiner Zeit voraus. Flügeltüren, rechteckige Scheinwerfer und matte Lackierungen folgten später. Doch eine seiner Erfindungen nutzen heute viele von uns tagtäglich im eigenen Auto: Aus dem ersten Lenkrad mit Tastatur von 1985 wurde später das Multifunktionslenkrad – Rinspeed sei Dank!

In den Folgejahren übernahm Frank M. Rinderknecht den Vertrieb von AMG sowie AC Schnitzer in der Schweiz und machte PS-starke Sportwagen noch schneller. Neben diversen Porsche-Modellen schreckte er selbst vor dem Bugatti EB 110 oder der ersten Generation Viper nicht zurück. Seine Bühne war und ist jedes Jahr wieder der Genfer Salon. Seit 1995 tritt Rinspeed auf der weltweit wichtigsten Messe für exklusive Automobile als Eigenmarke auf. Während Rinderknecht in den ausgestellten Einzelstücken à la Rinspeed Roadster, Yello Talbo oder Mono Ego noch starke Benzinmotoren verbaute, widmete er sich zunehmend auch alternativen Antrieben mit Gas oder Strom.