Yacht-Hotspot der Superlative: Porto Montenegro

01.05.2016 | Christian Sauer | Lifestyle

Porto Montenegro Drivers Club Germany 1
Wir besuchten die angesagte Marina, die Platz für die längsten Super- und Megayachten bietet. Doch damit nicht genug, sind zusätzliche Erweiterungen und neue Resorts in der Nähe geplant.

Längst hat sich die östliche Adria-Küste von einem Geheimtipp zu einem der beliebtesten Yacht-Reviere im Mittelmeer entwickelt. Vor allem Kroatien lockt immer mehr Eigner und Chartergäste aus der ganzen Welt an. Doch Häfen mit Liegeplätzen für große Yachten sind Mangelware und für Mega- oder Gigaformate bleibt zumeist nur die Alternative vor Anker. Dieses Manko erkannte der in Ungarn geborene und in der Schweiz lebende Kanadier Peter Munk bereits vor einem Jahrzehnt. Der erfolgreiche Unternehmer sah zugleich das enorme Potential von Montenegro. Das ursprüngliche Fürsten- und Königreich sowie späterer Teil von Jugoslawien und Serbien ist seit 2006 unabhängig und inzwischen EU- sowie NATO-Beitrittskandidat. Durch die politische Stabilität und Investitionen in die Infrastruktur profitiert vor allem die boomende Tourismus- und Immobilien-Branche. Doch statt auf Masse setzt die demokratische Republik mit einer Fläche kleiner als Schleswig-Holstein und nur rund 600.000 Einwohnern nachhaltig auf Qualität.

 

Das spiegelt auch Porto Montenegro als bis dato größtes Tourismus-Projekt an der malerischen Bucht von Kotor – beziehungsweise Boka genannt – wieder. Aus der Vision von Peter Munk, eine der besten Superyacht-Marinas des Mittelmeers und vielleicht sogar die beste ihrer Art weltweit zu schaffen, ist spätestens seit der feierlichen Eröffnung des Regent Hotels 2014 als Herz von Porto Montenegro Realität geworden. Die mediterrane Architektur des 5-Sterne-Hauses, für die sich ReadonSmith Architects aus London verantwortlich zeigen, wurde von der venezianischen Historie der Region inspiriert. Das maritim geprägte Interieur stammt von Tino Zervudachi des Pariser MHZ-Designstudios und spiegelt die Nähe zur Bucht sowie zum Yachthafen wieder. Einen sensationellen Blick darauf bieten nahezu alle der 57 Doppelzimmer und 30 Suiten, die von zwei jeweils mehr als 600 Quadratmeter großen Penthäusern gekrönt werden. Das erstklassige Spa samt Indoor- und Outdoor-Pool wird zukünftig mit den Regent Pool Club Residences verbunden. Dieser Neubau im modernen Design bietet ab Sommer 2017 eine großzügige Poollandschaft, einen größeren Fitness-Bereich und dem Luxushotel dank derzeit zum Kauf angebotenen Apartments mehr Übernachtungsmöglichkeiten auch für Familien.

Ausnahmslos verkauft sind hingegen bereits die 228 Eigentumswohnungen in den anderen Gebäudekomplexen des Porto Montenegro Village. Es präsentiert sich mit mehr als 50 abwechslungsreichen Bars, Cafés, Restaurants, Shops und einer internationalen Schule selbst außerhalb der Hochsaison lebendiger als viele andere Yachthäfen. Bemerkenswert finden wir, dass architektonisch mit liebevollen Details und viel Fingerspitzengefühl geplant wurde. Die Umsetzung wirkt nahezu perfekt, alles sehr gepflegt und die höchsten Ansprüche erfüllend – auch was die Sicherheit und Diskretion für VIPs betrifft. Nicht von der „Außenwelt“ isoliert, geht das Resort fast unmerklich in die Uferpromenade des kleinen Ortes Tivat über. Der blüht in direkter Nachbarschaft von Porto Montenegro regelrecht auf und besitzt einen kleinen internationalen Flughafen. Wer nicht das Privileg eines Privatjets genießt, kann vor allem aus Russland und zunehmend aus Großbritannien direkt anreisen. Ansonsten liegen die Flughäfen von Montenegros Hauptstadt Podgorica oder vom kroatischen Dubrovnik rund 1,5 Fahrstunden von der Marina entfernt. Dank eigenem Helipad in Porto Montenegro sind auch Transfers sowie Rundflüge und exklusive Ausflüge mit dem Helikopter buchbar.

 

Das relativ kleine Montenegro besitzt eine enorme Vielfalt an unterschiedlichsten Landschaften. Während auf den bis zu 2.534 m hohen Gipfeln noch Schnee liegt und Ski gefahren wird, laden zugleich saftig grüne Almen und Wälder zu Outdoor-Sportarten ein. Einige der Seen und Canyons Montenegros gehören zu den größten Europas oder gar der Welt. Die UNESCO hat bereits den Durmitor National Park samt Tara-Canyon sowie die an die Norwegischen Fjorde erinnernde Kotor-Bucht als Weltnaturerbe unter Schutz gestellt. Die beiden am Ufer liegenden UNESCO Weltkulturerbe-Stätten von Perast und Kotor mit ihren sehenswerten Altstädten sollten am besten am späten Nachmittag oder Abend besucht werden, wenn die rasant steigende Anzahl an Kreuzfahrer wieder Kurs auf das offene Meer genommen hat. Mit dem Auto oder noch besser mit dem Boot sind es von Porto Montenegro aus nur wenige Minuten. Die Fahrt führt entlang der pittoresken Klosterinsel Gospa od Škrpjela und dem beeindruckenden Bergpanorama im Hintergrund. Dafür kann die hoteleigene Frauscher-Flotte genutzt werden, die ebenfalls als Shuttle zu verschiedenen Stränden in der Nähe der Marina dient. Darunter befindet sich auch ein Strand mit exklusiv vom Regent Hotel für Gäste von Porto Montenegro betriebenen Beachclub. Bis auf wenige Sandstrände besitzt Montenegro auch am Mittelmeer mit dem Aman Resort Sveti Stefan als luxuriöses Hideaway viele Steilküsten und Kiesstrände, wovon das kristallklare Meerwasser profitiert. Darauf setzen ebenfalls neue Resorts an der Boka Bucht zum Beispiel von Four Seasons sowie erstmals in Europa ein Banyan Tree und ein One & Only. Doch ihre Yachthäfen werden nur bedingt eine Konkurrenz zu Porto Montenegro darstellen.