Blitz, Blitz, Hurra – Mit Opel Classic über den Nürburgring

18.08.2016 | Christian Sauer | News, Testrides

Opel Classic AvD Oldtimer Grand Prix 2016 OGP
Beim 44. AvD-Oldtimer Grand Prix waren wieder mal unzählige alte Schätzchen auf der GP-Strecke und rund um den Ring unterwegs. Dabei strahlten sie bei schönstem Sommerwetter mit den Fans um die Wette. Wir durften beim Opel-Corso mitfahren.

Fast wäre ich aus organisatorischen Gründen diesmal nicht dabei gewesen, aber da mein Herz anfing zu bluten, je näher der OGP rückte, konnte ich nicht anders und machte es möglich. Bei der Aussicht doch wieder dabei zu sein, machte mein Herz wie jedes Jahr riesengroße Freudensprünge.

Noch wärmer ums Herz wurde mir, als ich im Rallye-Ascona B 400 von 1981 – einem Trainingsauto von Walter Röhrl und seinem langjährigem Partner Christian Geistdörfer mitfahren durfte. Wir donnerten mit dem kultigen Opel im Rothmans-Look über die  Rennstrecke und ließen mehrere andere Autos „mit Blitz“ links liegen – bis plötzlich Jockel Winkelhock im Cliff Calibra V6 aus dem Jahre 1996 und Volker Strycek im Astra V8 Coupé, 2003 Sieger des 24-Stunden-Rennens in der „Grünen Hölle“, an uns vorbei schoss. Gegen die modern(er)en Tourenwagen-Champions hatten wir mit unserem Rallye-Renner natürlich keine Chance. Trotzdem musste sich der 240 PS starke, mit 2,4 Litern Hubraum ausgestattete Racer nicht verstecken. Mit bis zu 225 km/h Spitze kann er sich selbst auf für ihn ungewohnter, asphaltierter Strecke sehen lassen. Schließlich gewannen die zwei Rallye-Champions 1982 die Weltmeisterschaft mit diesem schicken Boliden. Und das ohne Allrad-Antrieb, der Anfang der 80er aufkam und es eigentlich keine Chance mehr für Opel gab. Aber da hatten die Konkurrenten, z.B. mit dem Audi quattro, die Rechnung ohne Walter Röhrl gemacht. Bei der Rallye Monte Carlo stand der Ascona mit zahlreichen Top-Platzierungen nach 11 von 12 Runden als Sieger fest.

 

Weiterhin bei der Blitz-Demonstrationsfahrt dabei waren unter anderem die schwarze Witwe – der Opel Classic-Nachbau eines Gruppe 5-Spezialtourenwagens auf Rekord C-Basis; der Irmscher-Manta A, den die Rallye-Legenden Walter Röhrl und Rauno Aaltonen 1975 beim 24-Stunden-Rennen von Spa durch die belgischen Ardennen scheuchten; der Steinmetz-Commodore von 1971, Commodore B GSE von 1972, Kadett C GT/E von 1976 und Ascona B 400 von 1981. Ein beliebter 24h-Publikumsliebling durfte auch nicht fehlen – der „Fuchsschwanz“-Manta B 400.

Wie immer war es ein grandioses Erlebnis, in einem historischen Opel mit eigener Lebens-Geschichte mitfahren durfte. Die Sympathien der Fans hat Opel auf jeden Fall auf seiner Seite und mein Grinsen war in den folgenden Stunden nicht mehr aus meinem Gesicht zu kriegen. Bis nächstes Jahr OGP!