On & off the track: 24h-Nürburgring Highlights Teil 2

23.05.2013 | Christian Sauer | News

24h-Rennen Nürburgring Drivers Club Germany Anja Sauer & Christian Sauer

Über das diesjährige 24h-Rennen an sich und die Gewinner haben wir ja bereits in unserem ersten Teil berichtet. Heute wollen wir nochmal einen Blick auf die Underdogs und weiteren Publikumslieblingen im hinteren Feld werfen. Außerdem schauen wir auf die spannendsten Geschichten abseits der Rennstrecke zurück.

Schon vor dem Start zu den 24 Stunden, die dieses Jahr bedingt durch den Rennabbruch wegen Starkregens deutlich kürzer ausfielen, wurden auf und abseits des Nürburgrings jede Menge Action und Unterhaltung geboten. Als am Samstag vor dem Rennen das Wetter noch mitspielte, beeindruckte der tollkühne Helikopter-Pilot Rainer Wilke mit seinem Fluggerät, der BO 105 der Flying Bulls, mit Loopings und spektakulären Stunts in der Luft.

Am Vorabend des Rennes gab es dann noch ein weiteres Highlight – die Falken Drift Show in der Müllenbachschleife. So gut besucht sind die Tribünen an der Kehre der Grand-Prix-Strecke ansonsten nur bei den Formel-1-Rennen, die meistens aber nicht so kurzweilig sind. Mit qualmenden Reifen drifteten die nationalen wie internationalen Profis und Amateure spektakulär ums Eck. Das ließ sich sogar der ehemalige Mercedes-Motorsport-Chef Norbert Haug nicht entgehen. Der Geruch verbrannten Gummis lag in der Nase, als die zumeist aus Japan stammenden Hecktriebler zuerst einzeln und später dann Rad an Rad im Parallelflug die Abendsonne vernebelten.

Am nächsten Tag sorgte ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm dafür, dass bis zum Rennstart um 17 Uhr keine Langeweile aufkam. Luftakrobatik steuerte abermals Red Bull mit den Freeride-Motocrossern bei, die am Ende der Zielgerade über eigens errichtete Sprungschanzen flogen, während sich in Sichtweite davon eine Gruppe anderer Piloten auf ihren Einsatz vorbereiteten. Beim Mercedes-AMG Performance Drive ging es darum, mit fünf unterschiedlich starken Silberpfeilen nach dem zeitversetzten Start, gemeinsam ein Foto-Finish auf der langen Gerade der Döttinger Höhe zu  erreichen. So unspektakulär sich das Vorhaben anhörte, desto spektakulärer wurde es dann allerdings, was zum einen an den Wagen, aber auch ihren Fahrern lag.

 

Den Beginn machte Bernd Mayländer, der normalerweise in der Formel 1 einen SLS AMG als Safety Car fährt und diesmal das Lenkrad gegen den neuen A 45 AMG als Edition 1 mit auffälligem Heckspoiler tauschte. Ihm folgte der ehemalige Formel-1-Fahrer und jetziger AMG-Markenbotschafter Karl Wendlinger im E 63 AMG S-Version, den wir bereits vor einiger Zeit getestet und vorgestellt hatten. Noch mehr Begeisterung löste danach Nico Rosberg im SLS AMG Black Series und der spätere Gewinner des diesjährigen 24-Rennens, „Mr. DTM“ Bernd Schneider in der Rennversion des Flügeltürers aus. Zu guter Letzt und als krönenden Höhepunkt setzte sich dann Michael Schumacher nochmals hinter das Steuer eines Formel-1-Rennwagens. Mit dem Mercedes AMG Petronas F1 W02 aus dem Jahr 2011 „verfolgte“ Schumi zur Freude aller Fans seine Mercedes-Kollegen nicht nur auf der Grand-Prix-Strecke, sondern auch auf der Nordschleife. Eigens dafür musste sogar die Bodenfreiheit seines früheren Arbeitsgeräts erhöht werden, doch der Aufwand lohnte sich. Sowohl die prominenten Fahrer im Cockpit, als auch die zigtausenden Fans entlang der Strecke freuten sich des geglückten Experiments im Vorfeld des eigentlichen Rennens.