Mitsubishi Pajero – Eine echte Gebirgskatze

12.05.2014 | Anja Sauer | Testrides

Mitsubishi Teaser 1

Den Mitsubishi Pajero sieht man seit mehr als 30 Jahren auf vielen Straßen der Welt, häufig als Zugmaschine oder für den Geländeeinsatz. Das er nicht nur dafür taugt, testete unsere Redakteurin Anja Sauer.

Der Pajero verkauft sich seit 1983 weltweit erfolgreich und hat damit längst einen festen Stand in der Riege der Offroader. Er windet sich sicher durch unwegsames Gelände, genau wie sein Namensgeber, der Leopardus pajeros, eine südamerikanische Gebirgskatze. Nebenbei bemerkt, heißt der Pajero vor allem in spanischsprachigen Ländern Montero, da das Wort „Pajero“ dort nicht unbedingt eine schmeichelhafte Bedeutung hat.

Wir durften den Dreitürer in Topausstattung, den Pajero Instyle mit Fünf-Gang-Automatik und satten 3,2 Litern Hubraum und 200 PS testen. Das sind schon ordentliche Werte, die erahnen lassen, was er so alles leisten kann. Apropos Leistung: Mit einem Drehmoment von maximal 441 Nm bei 2000 Umdrehungen kann er sich locker zu den starken Offroadern wie dem Jeep Wrangler oder dem Toyota Landcruiser gesellen und bietet trotzdem den nötigen Komfort. Seine Wattiefe liegt bei 50 bis maximal 70 cm und seine Steigfähigkeit bei 70 %, um nur einige dieser Werte zu nennen. Alle Pajero-Modelle besitzen den permanenten Allradantrieb „Super Select“ mit Fünf-Gang-Schaltgetriebe oder einer Fünf-Stufen-Automatik. Dabei können je nach Modell das Hinterachsdifferential und der Vorderachsantrieb per Knopfdruck gesperrt bzw. abgeschaltet werden. Die elektronische Stabilitätskontrolle und eine Bergabfahrhilfe haben alle Pajeros serienmäßig intus.

Ein echter Champion ist der Mitsubishi in jedem Fall als Zugmaschine, denn seine maximale Anhängelast (gebremst) liegt bei unserem Dreitürer bei drei Tonnen, beim Fünftürer bei bis zu 3,5 Tonnen – das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum wir ihn so oft mit Pferdeanhänger und Co. sehen. Aber nicht nur für robuste Einsätze ist der Pajero gut geeignet. Durch seinen relativ kleinen Wendekreis von ca. zehn Metern können wir den Pajero selbst durch enge Straßen und Kurven manövrieren, was man wahrlich nicht von jedem Geländewagen behaupten kann. Seine Lenkung ist dabei leichtgängig, jedoch nicht indirekt und durch seine kompakten Maße schafft es unser kleiner Pajero auch in engere Parklücken.