Best of 2015: Michelin Winter Experience

27.12.2015 | Armin Sauer | Testrides

Michelin Finnland 4
Drivers Club Germany Redakteur Armin Sauer testete im finnischen Ivalo die neuesten Winterreifen auf ganz unterschiedlichen Autos wie Jaguar F-Type, Range Rover Evoque und Porsche 911 Turbo.

Nach der Ankunft auf dem Flughafen Ivalo, dem nördlichsten Flughafen Finnlands, wurden ich und alle weiteren Teilnehmer von Michelin sehr freundlich begrüßt. Nach kurzer Zeit waren wir aufgelesen, was auf dem kleinen Flughafen kein sonderliches Problem darstellte. Danach ging es nach Saariselkä ins Hotel. Mit einem tollen Abendessen wurde der erste Tag dann auch abgeschlossen. Am nächsten Morgen ging es noch bei Dunkelheit los Richtung Teststrecke auf dem Pasasjärvi-See in der Nähe von Ivalo. Die Spannung stieg mit jedem Kilometer, den wir uns Ivalo näherten. Dort angekommen, war der verschneite See mit den aufwendig angelegten Strecken schon durch die Bäume zu erkennen. Die Testfahrzeuge standen schon aufgereiht vor einem sehr schönen Holzhaus. Dieses „Depot“ dient zwischen den einzelnen Fahrten immer wieder als Sammel- und Pausen-Location. Nach einer kurzen Einführung im gemütlichen Aufenthaltsraum des Gebäudes ging es dann auch schon los und alle konnten es kaum erwarten.

Die gesamte Testveranstaltung war in fünf verschiedene Sektionen aufgeteilt. Die erste Sektion für unsere 4-köpfige Truppe war die Offroadstrecke. Zur Verfügung standen ein VW Touareg mit permanentem Allradantrieb sowie zwei Range Rover Evoque, ebenfalls mit permanentem Allradantrieb. Die Strecke bot alles, was eine Offroadsektion bieten muss: steile kurze Anstiege, Schrägfahrten, steile Bergabpassagen und dazu noch ein paar Kurven. Hier konnte der Michelin Latitude Alpin LA2 zeigen, was er drauf hat. Man spürte förmlich, wie die speziellen Lamellen sich in den Schnee krallten und immer ein sicheres Gefühl vermittelten. Selbst nach einigen Runden, als die Strecke schon teilweise eisige Flächen aufwies, verlor der Latitude Alpin LA2 nie die Haftung und die Fahrzeuge waren stets beherrschbar. Nach ca. 45 Minuten fuhren wir auf verschneiten Pisten zurück zum Depot.

Bei herrlichem Sonnenschein und idealen -5° Celsius ging es nach einer Kaffeepause zur zweiten Sektion. Hier standen uns drei gleiche VW Golf mit Frontantrieb und bestückt mit dem Michelin Alpin 5 zur Verfügung. Laut eigener Aussage gehört das Spitzenmodell des französischen Herstellers unter den Premium-Winterreifen für Kompakt- und Mittelklasse-Fahrzeugen zur allerersten Wahl. Durch des unverwechselbare Laufflächenprofils soll sich der Alpin 5 äußerst effizient im Schnee verzahnen. Auf Basis der speziell gestalteten Blöcke des laufrichtungsgebundenen Profils soll die hohe Anzahl von Gripkanten für große Haftung und beruhigende Sicherheitsreserven sorgen. Zusätzliche Traktion auf Schnee soll die hohe Lamellendichte des Alpin 5 bieten. Genau diese Aussage galt es nun zu testen. Auf dem kleinen Handlingkurs ging es nach einer geführten Einführungsrunde durch ein Führungsfahrzeug darum, den Golf so zügig wie möglich durch die unterschiedlichen Kurvengeometrien zu steuern. Durch Lastwechsel vor den Kurven wurden die Fahrzeuge zum Driften gezwungen und anschließend wieder aus der Kurve herausbeschleunigt. Der Alpin 5 hielt, was Michelin verspricht. Egal ob es sich um lang gezogene Kurven handelte oder um enge Kurven die zum Kurvenausgang hin enger wurden, der Golf ließ sich mit viel Grip wieder in die Spur bringen und beschleunigte problemlos. Auch hier vermittelten die Winterreifen von Michelin wie schon in der Offroadsektion ein sicheres Gefühl und viel Fahrspaß.