IAA Star: Mercedes-AMG Project ONE

12.09.2017 | Christian Sauer | News

Neben der verfeinerten S-Klasse, dem Pickup X-Klasse und interessanten Zukunftsvisionen begeistert vor allem das neue Hypercar. Es übernimmt große Teile des Formel-1-Rennwagens mit Stern auf die Straße.

Noch ist es seriennahes Konzept und sein Name vorläufig, aber das 275 Exemplare limitierte und bereits für rund 2,7 Millionen Euro ausverkaufte Hypercar fasziniert schon heute mit seinem 1.000 PS starken Formel-1-Hybridantrieb. Der Carbon-Flügeltürer mit flacher Schnauze, großen Lufteinlässen und schmalen LED-Scheinwerfern wirkt alles andere als alltäglich. Das Heck zieren LED-Rückleuchten, vergitterte Luftöffnungen und ein mächtiger Diffusor. In dessen Mitte befindet sich ein großes Auspuffendrohr mit zwei weiteren kleinen, runden Öffnungen. Übers Dach spannt sich eine lange Finne, hier ist auch der Ansaugtrakt platziert.

Als Hauptaggregat wurde dem AMG-Renner ein 1,6-Liter-V6-Benzinmotor mit Direkteinspritzung und elektrisch unterstützter Single-Turboaufladung eingepflanzt, der direkt aus dem Mercedes-AMG Petronas Formel-1-Rennwagen stammt. Der extrem hochdrehende V6 wird von einem als Vorverdichter eingesetzten E-Motor und drei jeweils 120 kW starken Elektroaggregaten unterstützt. Dank des Motorenquintetts sprintet die Carbon-Flunder in unter 6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 200. Als Höchstgeschwindigkeit gibt AMG mehr als 350 km/h an. Für emissionsfreie Fahrten durch die Stadt bietet die Flunder zudem 25 Kilometer rein elektrische Reichweite.

Im Innenraum des Project One sieht es aus wie in einem Rennwagen. Dennoch sind auch einige Komfortfeatures an Bord. So verfügt der zweisitzige AMG-Renner über Infotainmentsystem, Klimaanlage, elektrische Fensterheber und sogar Ablagefächer. Ob das ein Argument für Lewis Hamilton wäre oder ist? Auf jeden Fall scheint ihm der Formel-1-Wagen für die Straße zu gefallen und für noch mehr Komfort gibt es ja die verfeinerte S-Klasse auch als Cabrio und Coupé – besonders sportlich natürlich als AMG.