Mercedes-AMG GT Black Series

15.07.2020 | Christian Sauer | News

Nach dem SLS wird nun auch die GT-Serie von AMG mit einer Black Series gekrönt. Näher am GT3-Rennwagen geht es nicht!

Mit den Black Series toppt AMG die eigene Modellpalette in unregelmäßigen Abständen. Nach dem SLK 55 AMG (2006), dem CLK 63 AMG (2007), dem C 63 AMG Coupé (2012) sowie dem SL 65 AMG (2008) und dem SLS AMG Coupé (2013), den wir vor einigen Jahren selbst fahren konnten, ist der AMG GT nun das sechste Black Series mit zahlreichen vom Rennsport inspirierten Details.

Der gründlich überarbeitete 4,0-Liter-Achtzylinder leistet nun 730 PS – also 45 PS als im bisherigen Top-Modell GT R Pro – und stellt 800 Nm zwischen 2.000 und 6.000 Umdrehungen bereit. Damit ist er der bislang stärkste V8-Serienmotor der Affalterbacher. Wie üblich bei den Black-Series-Modellen erhält das Triebwerk eine schwarze Motorenplakette.

Den Standardspurt absolviert der Supersportler mit Heckantrieb in 3,2 Sekunden, die Beschleunigung von 0 auf 200 km/h gelingt in knapp 9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist beim Rundstrecken-optimierten Black Series zwar nicht erste Priorität, aber beträgt dennoch 325 km/h. Ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sorgt für die Kraftübertragung an die Hinterräder.

Für die Leistungssteigerung hat AMG den Biturbo mit dem internen Code M178 LS2 u.a. mit einer flachen Kurbelwelle versehen, die den Gaswechsel in der Zündfolge beschleunigt und das Ansprechverhalten verbessert. Neue Nockenwellen und neue Abgaskrümmer sind an die neue Zündfolge angepasst und verbessern den Gaswechsel zusätzlich. Außerdem erhalten die Lader ein größeres Verdichterrad.

Für Verzögerung sorgt eine Keramik Hochleistungs-Verbundbremsanlage. Das Gewindefahrwerk lässt sich im Stand manuell und während der Fahrt adaptiv einstellen. Eine weitgehend geschlossene Unterbodenverkleidung und Anpassung der Geometrie mit Längsfinnen und Heckdiffusor sollen die Unterdruckfläche am Unterboden erhöhen und damit auch den Abtrieb optimieren. Auch der neue, zweiteilige Heckflügel aus Carbon mit speziell geformten Trägern trägt dazu bei. 

Optisch fällt der Zweisitzer unter anderem durch eine größere Kühlerverkleidung mit vertikalen Chromstreben im Stil des GT3-Rennwagens auf. Die Motorhaube, die vorderen Kotflügel sowie die Heckklappe bestehen aus Carbon. Das Interieur unterscheidet sich in wenigen Details vom GT-R Pro und kann mit dem AMG Track Package samt Leichtbau-Überrollschutz aus Titan, Vierpunkt-Gurten und Feuerlöscher bestellt werden. Die Preise für den GT Black Series sind noch nicht bekannt, sie dürften sich aber deutlich über dem bisherigen Top-Modell GT R Pro einpendeln, das ab rund 210.000 Euro zu haben war.