Mercedes-AMG E 63 4MATIC & Mercedes-AMG E 63 S 4MATIC

26.10.2016 | Daniel Englisch | News

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Nach dem E 43 mit Sechszylinder schießt die Performance-Marke von Mercedes-Benz nun den neuen Achtzylinder nach. Da müssen sich die erst nächstes Jahr folgenden Nachfolger vom Audi RS7 und BMW M5 mächtig strecken.

In der Standardausführung sind 571 PS und 750 Newtonmeter angesagt, die S-Version kann sogar 612 PS und 850 Newtonmeter an alle vier Räder wuchten. Statt der bisherigen 5,5-Liter-Maschine kommt im E 63 künftig der aus dem AMG GT bekannte 4,0-Liter-V8-Biturbo zum Einsatz, der trotz des deutlich verkleinerten Hubraums neben mehr Leistung auch bessere Fahrleistungen erlaubt. Die Sprintzeit gibt Mercedes mit 3,5 respektive 3,4 Sekunden für den S an. Bisher lagen die Werte bei 4,2 beziehungsweise 3,6 Sekunden. Bei der Höchstgeschwindigkeit bleibt es bei den obligatorischen 250 km/h. Dieses Limit lässt sich ab Werk aber auf 300 km/h anheben, sofern man das Driver’s Package ordert.

Verantwortlich für die deutliche Verkürzung der Sprintzeit bei der Standardversion ist der grundsätzlich serienmäßige Allradantrieb 4Matic+, der im Zusammenspiel mit einem ebenfalls serienmäßigem Sperrdifferenzial dafür sorgt, die überbordende Kraft in Vortrieb umzusetzen. Der Allradantrieb verfügt künftig über eine elektromechanische Kupplung, die, anders als bei der bisherigen 4Matic, eine variable Momentenverteilung erlaubt. Hieraus ergibt sich für die S-Version die Möglichkeit, im Drift-Modus alle Kraft an die Hinterachse zu schicken, was kontrolliertes Querfahren erlauben soll. Ebenfalls serienmäßig ist die neue neunstufige Sportautomatik, die mit nasser Anfahrkupplung statt des bisherigen Drehmomentwandlers ein besseres Ansprechverhalten bei weniger Gewicht ermöglichen soll. Das Getriebe soll außerdem schnelle Mehrfachrückschaltungen und eine Zwischengasfunktion bieten, was ein emotionales Schalterlebnis verspricht.

 

Die umfangreichen Antriebsneuerungen sorgen nicht nur für eine bessere Performance, sondern im Zusammenspiel mit einer Zylinderabschaltung auch für einen geringeren Spritkonsum. Den Normverbrauch für den E 63 gibt Mercedes mit rund 9 Litern auf 100 Kilometer an. Beim allradgetriebenen Vorgänger lag der Wert noch auf zweistelligem Niveau. Darüber hinaus kann der neue Mercedes-AMG E 63 noch mit einigen weiteren fahrdynamischen Veränderungen aufwarten. So wurde im Vergleich zum Vorgänger die Spur verbreitert. Zusatzverstrebungen sollen zudem eine noch steifere Karosserie garantieren. Außerdem gibt es eine Luftfederung namens Air Body Control, die es erlaubt, per Knopfdruck zwischen einer sportlichen oder komfortablen Einstellung zu wechseln. Ebenfalls in drei Stufen einstellbar ist die variabel übersetzte Parameterlenkung, die bei langsamer Fahrt nur nach leichten Lenkbewegungen verlangt.

Mitte November 2016 feiert der neue E 63 auf der Los Angeles Autoshow seine Weltpremiere. Bestellbar ist der brachiale Familien-Benz ab Anfang 2017 für wahrscheinlich mehr als 110.000 Euro und die Auslieferung startet im Frühjahr. Das praktisch(er)e T-Modell folgt später.