GT für die Familie: Mercedes-AMG C 63 und C 63 S

24.09.2014 | Christian Sauer | News

Mercedes-AMG C 63
Das Top-Modell der C-Klasse wird es weiterhin als Limousine und Kombi, nun aber auch als S-Version mit 510 PS sowie als „Edition 1“ geben.

Als Antriebseinheit dient der ein 4,0-Liter-V8-Biturbo mit innen liegenden Ladern „heißen Innen-V“, der in ähnlicher Form kürzlich erst im Mercedes-AMG GT seine Weltpremiere feierte. Wie im Zweisitzer wird es eine S-Version mit 510 PS und 700 Nm Drehmoment und eine Basis-Variante geben, die mit 476 PS sogar 14 Pferdchen mehr im GT mobilisiert. Für die Beschleunigung auf 100 km/h sind je nach Karosserieform und Leistungsstufe 4,0 bis 4,2 Sekunden angegeben. Abgeriegelt werden alle bei 250 km/h und der Verbrauch soll im Durchschnitt bei 8,2 bis 8,4 Litern liegen, was in Anbetracht der Leistung ein sehr guter Wert wäre. Trotz den Verbesserungen werden viele Fans sicherlich den Vorgänger mit seinem 6,3-Liter-V8-Sauger samt Hochdrehzahl-Konzept und bis zu 517 PS im C 63 AMG Coupé Black Series oder zuletzt 507 PS beim C 63 AMG „Edition 507“ vermissen.

 

Mit rund 40.000 Fahrzeugen ist der C 63 AMG auch das bislang meistverkaufte AMG Modell und schon jetzt ist klar, dass sein Nachfolger die Messlatte nochmals höher legen soll. Da laut AMG der Motorsound ist ein wichtiges Entwicklungsziel kommen beim C 63 und C 63 S eine Sport-Abgasanlage mit Abgasklappe zum Einsatz. Abhängig vom AMG DYNAMIC SELECT Fahrprogramm soll der Motorsound zwischen dezent-langstreckentauglich und kernig-emotional variieren. Für beide Motorvarianten ist außerdem auf Wunsch eine Performance-Abgasanlage mit drei schaltbaren Abgasklappen lieferbar mit zusätzlicher per Tastendruck bestellbar. Als Neuheit und einmalig im Wettbewerbssegment ist der C 63 S – wie auch der Mercedes-AMG GT – mit dynamischen Motorlagern ausgestattet. Sie lösen den Zielkonflikt zwischen Komfort und Fahrdynamik, indem sie Schwingungen der Motor/Getriebe-Einheit reduzieren. Die dynamischen Lager können ihre Steifigkeit stufenlos und blitzschnell an die jeweiligen Fahrbedingungen und das Fahrverhalten anpassen. Gekoppelt ist der 4,0-Liter-V8-Biturbo, der selbstverständlich auch nach dem Prinzip „one man, one engine“ in der Motorenmanufaktur in Affalterbach hergestellt wird, an das AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang Sportgetriebe. Allerdings sucht man(n) weiterhin die Option auf Allrad – es bleibt (vorerst) beim Heckantrieb.

Der Leistung angepasst wurde das Fahrwerk: Der C 63 besitzt eigenständige Achsen mit hohem Aluminium-Anteil, einer dynamikorientierten Kinematik, elektronisch geregelten Stoßdämpfern und AMG-spezifischer Elastokinematik. Beim AMG RIDE CONTROL Sportfahrwerk kann der Kunde per Tastendruck mittels drei Stufen zwischen maximaler Sportlichkeit und gutem Langstreckenkomfort wählen. Mit vier verschiedenen AMG DYNAMIC SELECT Fahrprogrammen lässt sich zusätzlich die Charakteristik des C 63 beeinflussen. Beim C 63 S gibt es nun sogar „Race“ als ein Fahrprogramm. Zur Verbesserung von Traktion und Fahrdynamik besitzt der C 63 ein mechanisches Hinterachs-Sperrdifferenzial, der C 63 S ein elektronisches Hinterachs-Sperrdifferenzial. Das serienmäßige 3-Stufen-ESP ist mit dem Hinterachs-Sperrdifferenzial vernetzt und somit auf die hohe Dynamik abgestimmt. Die elektromechanische Sportparameter-Lenkung verfügt sie über eine variable Unterstützung abhängig vom aktuellen Fahrzeugtempo. Serienmäßig rollt der C 63 auf titangrau lackierten und glanzgedrehten 18-Zoll-Leichtmetallrädern mit 245er Reifen vorn und 265er hinten. Beim C 63 S lauten die Dimensionen 245/35 R 19 und 265/35 R 19. Optionale Sportreifen sollen für spür- und messbar gesteigertes Gripniveau sorgen und als Sonderausstattung ist für den C 63 S erstmals eine Keramik Hochleistungs-Verbundbremsanlage erhältlich.

Passend dazu gibt es als Alternative zu den serienmäßigen Sportsitzen auch die auf den Fotos zu sehenden auch Performance Sitze, die in ähnlicher Form auch im AMG GT zum Einsatz kommen. Gleiches gilt für das Performance Lenkrad im 3-Speichen-Design mit 12-Uhr-Markierung und das Kombiinstrument mit spezifischen Ziffernblättern in Carbon-Optik und Tachoskala bis 320 km/h. Die AMG-spezifische Analoguhr im IWC-Design soll den hochwertigen Eindruck des Cockpits unterstreichen, das sich vielfältig individualisieren lässt. Für diejenigen, die es kaum abwarten können, wird es wie – inzwischen bei Mercedes üblich – ab Markteinführung auch eine „Edition 1“ mit besonders reichhaltiger Ausstattung geben. Zur Wahl stehen für die Limousine und das T-Modell sechs Außenlackierungen mit optischen Highlights. Dazu zählen im Exterieur schwarz matt lackierte 19-Zoll-Schmiederäder mit rot lackiertem Felgenhorn, das sog. Night-Paket mit dunklen Details, schwarz verchromte Doppelendrohrblenden, rote Akzente (foliert) für Kühlergrill und Außenspiegel sowie Sportstreifen seitlich in Graphitgrau matt (foliert) oberhalb der Seitenschwellerverkleidungen. Im Interieur setzt sich die markante Farbgebung in schwarz-rot fort. Zu welchen Preisen die unterschiedlichen Varianten des Mercedes-AMG C 63 angeboten werden, wird erst später bekannt gegeben. Die Markteinführung startet im Februar 2015 mit dem leistungsstärkeren C 63 S, der C 63 mit 476 PS sowie das C 63 S T-Modell folgen im April 2015.