McLaren Speedtail

26.10.2018 | Christian Sauer | News

Mit dem Speedtail stellt McLaren den bisher schnellsten Straßensportwagen der Firmengeschichte vor. Trotz gewaltiger Anstrengungen und technischer Raffinessen ist der bei der Höchstgeschwindigkeit messbare Unterschied zum Urvater aber gar nicht so groß.

Nachdem McLaren das neue Spitzenmodell „Speedtail“ als Nachfolger des legendären F1 nun über Monate häppchenweise beworben hat, wissen wir jetzt endlich, wie das schnellste Fahrzeug der Marke aussieht. Besonders auffällig ist die tropfenförmige Karosserie, die vollständig aus Kohlefaser besteht und den Speedtail zum bisher aerodynamisch effizientesten McLaren macht – auch dank Details wie den Radabdeckungen auf den Vorderrädern oder den einziehbaren Rückfahrkameras, die strömungsungünstige klassische Außenspiegel ersetzen.

Als Hommage an den F1 von 1993 ordnen die Briten das Cockpit mit einem zentralen Fahrersitz und zwei nach hinten versetzten Beifahrerplätzen an. Die mittige Sitzposition und die große Glaskanzel sollen vor allem einen guten Überblick bieten, große Displays ersetzen die meisten konventionellen Knöpfe. Edle Materialien und unzählige Individualisierungs-Optionen dürften den Kunden Kopfzerbrechen bei der Konfiguration bereiten.

Unter der stromlinienförmigen Außenhaut des Speedtail sitzt ein Hybrid-Antriebsstrang mit insgesamt 772 kW/1.050 PS, der den Dreisitzer in nur 12,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 300 katapultiert. Zum Vergleich: Der Urvater F1 benötigte für die gleiche Übung 23 Sekunden, das Hypercar P1 immerhin noch deren 17. Lediglich beim Topspeed scheint der Sprung kleiner auszufallen als zunächst erwartet. Was allerdings wohl auch am Fabelwert des F1 liegen dürfte. Der schaffte schon 1998 sagenhafte 391 km/h. Der Speedtail durchbricht die 400-km/h-Schallmauer und fährt maximal 403 km/h schnell.

Wie es sich für teure und seltene Supersportler mittlerweile eingebürgert hat, ist der Speedtail bereits seit längerem ausverkauft. 106 Exemplare werden gefertigt, zu umgerechnet je rund 2,2 Millionen Euro. Die ersten Fahrzeuge werden 2020 ausgeliefert.