McLaren 600LT

28.06.2018 | Christian Sauer | News

Ganz in der Tradition alter Rennlegenden bringt McLaren das nächste „Longtail“-Modell auf den Markt. Diesmal ist der „kleine“ 570S an der Reihe, der zum 600LT wird.

Mit dem neuen 600LT bringt McLaren das vierte „Longtail“-Modell in der Geschichte des britischen Herstellers auf den Markt. Nach dem Rennwagen F1 GTR sowie den beiden Straßenfahrzeugen 675LT Coupé und Spider ist der 600LT das jüngste Modell, das zum fokussierten Rennstrecken-Spielzeug gemacht wird – mit einer um 74 Millimeter längeren Karosserie und einer knapp 100 Kilogramm einsparenden Diät. Ein neuer Splitter, neue Seitenschweller, ein verlängerter Diffusor sowie ein feststehender Heckflügel steigern außerdem den Abtrieb des 600LT, der weiterhin eine Straßenzulassung besitzt. Gegen Aufpreis gibt es darüber hinaus Dach sowie Kotflügel mit Entlüftung aus Kohlefaser.

Ein weiteres optisches und akustisches Alleinstellungsmerkmal ist die neue Abgasanlage mit obenliegenden Endrohren, die knapp hinter dem Cockpit des Supersportlers enden. So dürfte der Sound des 3,8-Liter-V8 mit Turboaufladung und 600 PS noch besser zur Geltung kommen. Das maximale Drehmoment liegt bei 620 Newtonmetern. Zum Vergleich: Das Basisfahrzeug, der 570S, kommt auf 570 PS und 600 Newtonmeter.

Neben den aerodynamischen und motorseitigen Upgrades legt McLaren auch beim Fahrwerk Hand an. Hier kommen geschmiedete Doppelquerlenker aus Aluminium zum Einsatz, dazu werden Lenkung sowie Pedalerie schärfer abgestimmt. Semislicks aus dem Hause Pirelli sollen für die passende Bodenhaftung sorgen.

Auch der Innenraum des 600LT ist stärker auf den Rennstreckeneinsatz ausgerichtet als der des 570S. Leichtbausitze mit Kohlefaser-Anteil aus dem McLaren P1 gehören zum Serienumfang, die Vollcarbon-Schalen aus dem neuen McLaren „Senna“ gibt es gegen Aufpreis.

Wie teuer der 600LT, der ein Jahr lang in geringer Stückzahl gebaut werden soll, sein wird, verrät McLaren noch nicht. Der 570S kostet als Coupé 185.000 Euro, mit „LT-Aufschlag“ sind deutlich mehr als 200.000 Euro zu erwarten.