Fahrbericht: Lexus GS 450h F-Sport

17.08.2014 | Christian Sauer | Testrides

Lexus GS 450h F-Sport Drivers Club Germany
Die japanische Limousine mit Hybrid-Antrieb soll Komfort mit Sportlichkeit und Effizienz verbinden. Ob die Rechnung aufgeht, zeigt unser Fahrbericht.

Nachdem wir letztes Jahr mit dem LS 600h bereits das Topmodell von Toyota‘s Luxusmarke Lexus getestet haben, wird es nun eine Nummer kleiner. Obwohl bei 4,85 Meter Länge, 1,84 Breite und 1,45 Höhe von „klein“ zu sprechen, wäre natürlich etwas vermessen. Damit ist der GS 450h übrigens nur unwesentlich länger als der ebenfalls kürzlich von uns gefahrene Infiniti Q50 S Hybrid. Der schicke Nissan-Ableger überzeugte uns bis auf den mit 400 Litern relativ kleine Kofferraum mit seinem gelungenen Gesamtpaket.

Die Latte liegt also hoch und der Lexus hat sie sich selbst mit seinem stolzen Grundpreis von 73.300 Euro für die von uns getestete Variante F-Sport nochmals höher gelegt. Die ausgeprägten Stoßfänger, der Kühlergrill im Rauten-Design, der kleine Heckspoiler und die dunklen 19-Zoll-Rädern verleihen der voluminös wirkenden Limousine mehr optische Dynamik. Waren die ersten drei Generationen eher runde „Pummelchen“, profitiert die aktuelle GS-Baureihe insgesamt von ihren Ecken und Kanten.

Positiv angetan sind wir auch von dem erstklassigen Qualitätsniveau und dem großzügigen Platzangebot: Vorn laden 16-fach elektrisch verstellbare Sportsitze mit Heizung und Belüftung ein, auf der Rücksitzbank reisen zwei Erwachsene ebenfalls entspannt. Zwar verstecken sich wie beim Infiniti dahinter die Batterien, wodurch sich die Sitze nicht umklappen lassen, aber der Kofferraum ist mit 482 Liter deutlich größer als im Q50 und als bei den GS-Vorgängern. Den Ladezustand der Energiespeicher sowie zahlreiche andere Daten zeigt, wie bei seinem großen Bruder LS 600h, ein riesiges 12,3 Zoll großes Display in der Mittelkonsole an.

Allerdings können und wollen wir uns immer noch nicht an die Bedienung mit „Remote Touch“, einer Art Computer-Maus gewöhnen. Während der Fahrt lenkt es zu sehr ab und der Beifahrer kommt oft unabsichtlich dran – da haben andere Hersteller inzwischen bessere Systeme. Ansonsten beeindruckt der Lexus mit seinem umfangreichen High-Tech-Paket samt Rückfahrkamera, Infrarot-Nachtsichtgerät, Head-up-Display, Tempomat mit Abstandsradar und zahlreichen Assistenzsystemen.