Neue Dimensionen: Land Rover Discovery Vision Concept

15.04.2014 | Christian Sauer | News

Land Rover Discovery Vision Drivers Club Germany
Land Rover stellt in New York die SUV-Studie „Discovery Vision Concept“ vor und gewährt damit einen Ausblick auf den zukünftigen Discovery im nächsten Jahr. 

Für die Weltpremiere des Discovery Vision Concept richtete Land Rover am Vorabend der New York Auto Show 2014 ein spektakuläres Event aus: Das Concept Car erschien in Begleitung eines Modells des „Virgin Galactic“-Raumschiffs an Bord des des zum Technik-Museum umgewandelten Flugzeugträgers „USS Intrepid“ auf dem Hudson River in Manhattan. Land Rover und Virgin Galactic, das von Milliadär Richard Bransons Virgin Group gegründete Unternehmen für kommerzielle Raumflüge, haben zudem eine globale Kooperation bekanntgegeben. Im ersten Schritt wird Land Rover den Fuhrpark von Virgin Galactic mit Modellen aus eigenem Hause bestücken. Einsatzorte sind das Virgin Testcenter in der kalifornischen Mojave-Wüste und der in New Mexiko errichtete Weltraumbahnhof „Spaceport America“.

 

Mit dem Concept Car läutet Land Rover einen grundlegenden Wechsel ein: Der Discovery wird vom einzelnen Modell zu einer Modellfamilie, die das Freizeit-SUV-Segment neu definieren soll. Das Discovery Vision Concept lässt klare Bezüge zur Abstammung des Discovery erkennen – beispielsweise mit charakteristischen Details wie der Stufe in der Dachlinie oder der großzügigen „Alpine“-Verglasung im Fond. Mit einer radikal neuen, scharf gezeichneten Form strebt die Marke hier mehr als je zuvor die Fusion aus breit angelegter Vielseitigkeit und attraktivem Design an.

Im Innern des Discovery Vision Concept erwartet die Passagiere nicht nur ein großzügiges und flexibel nutzbares Ambiente – hinzu kommt eine Vielzahl innovativer Details zur Optimierung von Komfort und Unterhaltung. Herausragendes Sinnbild für die enorme Vielseitigkeit des Modells ist seine vielfach konfigurierbare Bestuhlung.  So können die Sitze entweder flach zusammengeklappt oder mithilfe des Touchscreen-Menüs nach vorn und hinten verschoben werden. Auf diese Weise wird das Fahrzeug vom Standard-Siebensitzer zum Sechs- und Fünfsitzer oder zur besonders großzügigen viersitzigen Limousine. Die Türverkleidungen verbergen praktische Reisegepäckstücke, die herausnehmbar und als Rollkoffer verwendbar sind. Die Rückenlehnen wiederum enthalten zahlreiche Komfortmerkmale, von denen auch die dahinter platzierten Passagiere profitieren.

Eine echte Evolution zeigt auch das Heck: Hier besitzt das Concept Car eine elektrisch betätigte einteilige Heckklappe. Im Zusammenspiel mit der ausklappbaren Trittstufe am Heck und der klappbaren Sitzbank im Laderaum bildet sich hier eine „Event Platform“ heraus – als vielseitig nutzbare Basis für Freizeit, Sport und Hobbys. Die Trittstufe fungiert darüber hinaus als Aufnahmepunkt für Fahrrad- und Skiträger. Die Themen Vielseitigkeit und Flexibilität finden sich auch an anderer Stelle des Innenraums wieder. So ist das Discovery Vision Concept mit zwei verschiedenen Sorten des „Foglizzo“-Premiumleders bestückt – abwaschbar, wasser- und ölabweisend und in Sekunden zu reinigen. Abgerundet wird die unvergleichliche Atmosphäre mit Holzdekoren an Boden und Armaturenbrett sowie maßgeschneiderten Ausstattungsdetails, geschmückt mit „Harris Tweed“: ein warm wirkendes Ambiente, geprägt von Qualität und britischer Handwerkskunst.

 

Mit dem Discovery Vision Concept geben die Entwicklungsingenieure von Jaguar Land Rover einen Einblick in ihre Arbeit. Sie lassen auf diese Weise ahnen, welche Richtung die Technologie der Land Rover-Modelle in Zukunft einschlagen wird und wie eng sich das Unternehmen mit neuen technischen Lösungen an den Wünschen sowie Bedürfnissen der Kunden ausrichtet. Dazu zählen unter anderem diese Technologien:  Zum Beispiel die nächste Generation der Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI –
Human-Machine Interface). Diese Technologie gewährleistet ein intensives und umfassendes Multimedia-Erlebnis für alle Mitfahrer – etwa mit Video-Verbindungen über die Infotainment-Bildschirme in den Rückenlehnen. Außerdem nutzt das hier integrierte „Smart Glass“ die Möglichkeiten der „Erweiterten Realität“ (augmented reality) für die gesamte Fahrzeugverglasung. Die Funktion zahlreicher Elemente, wie Türen, Blinker, Scheinwerfer oder Bildschirme werden zudem mit Gesten gesteuert.

Das System „Remote Control Drive“ erlaubt dem Fahrer das betont langsame Manövrieren, ohne dass er selbst am Steuer Platz nimmt. Die Fernsteuerung kann sich in vielen Situationen auf und abseits der Straßen als hilfreich erweisen, so beim Ankoppeln eines Anhängers oder in besonders schwierigen Geländepassagen. Für beste Sichtverhältnisse sorgt das leistungsstarke, tageslichtähnliche Licht der Laser-Scheinwerfer, ergänzt um „intelligente“ Funktionen wie Objekterkennung und Abblendsystem. Die Bewältigung besonders enger Passagen wird mit optischer Unterstützung durch Laser-Referenzierung erleichtert: Sichtbare Laser projizieren Markierungen, Symbole und Bilder auf den Boden und die Umgebung. Moderne Zukunftstechnologien aus den Entwicklungsabteilungen von Jaguar Land Rover feiern im Discovery Vision Concept ihr Debüt – sie befördern das Leistungsvermögen eines SUV auf eine neue Ebene. Dazu gehört die Vision von Land Rover für die nächste Generation des Terrain-Response-Systems. Es nutzt proaktiv die Möglichkeiten intelligenter Mensch-Maschine-Schnittstellen und anderer Technologien. Auf diese Weise soll der Fahrer in die Lage versetzt werden, praktisch jedes Terrain mit Leichtigkeit zu meistern.

 

Außerdem an Bord des Concept Cars ist das innovative „Transparent Bonnet“-Head-Up-Display. Dieses System eröffnet einen ungehinderten Blick auf den Boden direkt vor und unter dem Fahrzeug. Die unterhalb des Kühlergrills montierten Kameras liefern ihre Bilder auf das in die Windschutzscheibe integrierte Head-Up-Display. Vor allem beim Durchqueren schwieriger Geländepassagen lässt sich die Boden-Ansicht auf die Frontscheibe projizieren: Die Motorhaube (englisch: bonnet) wird praktisch transparent. „Laser Terrain Scanning“ wiederum arbeitet mit Infrarot-Laserstrahlen, die von den Nebelscheinwerfern ausgestrahlt werden. Die Laser scannen ununterbrochen den Untergrund und erzeugen auf diese Weise eine Reliefkarte, die auf dem hochauflösenden Display in der Instrumententafel erscheint. Diese Karte kann mit dem Leitsystem „All-Terrain Coach“ verbunden werden: Der Pilot erhält Vorschläge für den besten Fahrweg und Unterstützung bei der Durchquerung der Passage.

Laser kommen ferner für die nächste Entwicklungsstufe des Wasserstandsmessers „Wade Aid“ zum Einsatz. Hier lässt sich die Wassertiefe bereits ermitteln, bevor der Wagen Kontakt zur Wasserfläche hat – der Fahrer wird informiert, ob die Durchquerung gefahrlos möglich ist.  Das System „All-Terrain Progress Control“ schließlich erlaubt auch auf wechselndem Terrain ein semi-autonomes Fahren mit konstantem Tempo.  Die innovativen neuen Technologien sollen die große Land Rover-Tradition der Leistungsfähigkeit auf jedem Untergrund nicht nur fortsetzen, sondern diese Fähigkeiten in eine völlig neue Dimension katapultieren.