Koenigsegg Jesko

06.03.2019 | Christian Sauer | News

Mit dem Nachfolger des Agera RS nimmt der schwedische Sportwagenhersteller wieder einen Geschwindigkeitsrekord ins Visier.


Jesko heißt die jüngste Sportwagen-Kreation aus dem Hause Koenigsegg. Bei der auf dem Genfer Salon (bis 17. März) Premiere feiernden Flunder handelt es sich um den Nachfolger des Agera RS – der amtierend schnellste Wagen der Welt. Der in vielen Punkten verfeinerte Jesko soll den Agera RS übertrumpfen: Koenigsegg plant, das neue Hypercar auf eine Reise jenseits der 300 mph zu schicken, was über 480 km/h entspricht.

Vorläufig bleibt ein neuer Geschwindigkeitsweltrekord jedoch Theorie, denn diese Marke hat der Jesko bislang nur in Simulationen geknackt. Technisch sollen die Voraussetzungen aber gegeben sein. So ist der in vielen Details modifizierte 5,0-Liter-Biturbo-V8 grundsätzlich in der Lage, fast 1.300 PS und 1.500 Newtonmeter Drehmoment in den Vortrieb zu werfen. Wird der bis 8.500 Touren drehende Achtender mit stark ethanolhaltigem E85 gefüttert, steigt die Leistung sogar auf über 1.600 PS. Gekoppelt ist der Motor an ein neues Neungang-Multikupplungsgetriebe, mit dem sich spontan auch mehrere Gangstufen mit einem Schaltvorgang überspringen lassen.

Beim Fahrwerk setzen die Schweden an beiden Achsen unter anderem auf ein Triplex-Dämpfersystem, das eine Anpassung der Fahrzeughöhe erlaubt und selbst unter extremen Fahrsituationen ein optimales Niveau garantieren soll. Zudem gibt es eine adaptive Hinterradlenkung sowie ein auffälliges Aerosystem, das den 1,4-Tonner bei 275 km/h mit einem Druck von 1.000 Kilogramm auf den Asphalt presst.

Obwohl ein in allen Aspekten extremes Auto, kann der Jesko seinen maximal zwei Insassen in dem gegenüber dem Agera RS leicht gewachsenen Innenraum einige Annehmlichkeiten wie Klimaanlage, Infotainmentsystem oder Getränkehalter bieten. Der Arbeitsplatz ist sehr aufgeräumt, denn viele Fahrzeugfunktionen werden über den 9-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole gesteuert. Fahrrelevante Informationen zeigt ein 5-Zoll-Bildschirm hinterm Lenkrad an.

Koenigsegg hat angekündigt, insgesamt 125 Jesko bauen zu wollen. Der Preis dürfte im Bereich von drei Millionen Euro liegen.