Jeep Wrangler Rubicon 392

17.11.2020 | Christian Sauer | News

Nach dem 375 PS starken Plug-in-Hybrid präsentiert Jeep nun die Serienversion des V8-Wrangler mit 470 PS – allerdings vorerst für Nordamerika.

Diesen schnellsten und stärksten jemals von Jeep gebauten Wrangler beflügelt der 6,4 Liter große V8-Motor von Dodge mit 470 PS und 637 Nn Drehmoment zusammen mit dem knackig schaltenden TorqueFlite-Achtgang-Automatikgetriebe und dem automatischen Verteilergetriebe Selec-Trac zu atemberaubenden Fahrleistungen: Von Null auf 96 Kilometer pro Stunde beschleunigt der Wrangler Rubicon 392 in nur 4,5 Sekunden, den Viertelmeilen-Sprint erledigt er in 13,0 Sekunden. Und das alles mit Werks-Garantie.

Abseits des Asphalts zeigt dann der leistungsstarke Vierrad-Antriebsstrang des Trail Rated Wrangler Rubicon 392 was er kann, mit hoch belastbaren Dana 44 Achsen, einer Achsübersetzung von 3,73, einer Wandlerüberbrückungs-Steuerung, der Karosserie-Höherlegung um fünf Zentimeter und den 33 Zoll großen Reifen auf Beadlock-fähigen Rädern der Dimension 17 Zoll.

Dieser Antrieb macht den Wrangler Rubicon 392 zusammen mit 26,2 Zentimetern Bodenfreiheit, 44,5 Grad vorderem und 37,5 Grad hinterem Böschungswinkel, 22,6 Grad Rampenwinkel und einer Wat-Tiefe von bis zu 82,5 Zentimetern zum leistungsfähigsten Jeep in der bisherigen Marken-Geschichte. Der  Wrangler Rubicon 392 bewältigt selbst große Steigungen und Gefälle mit minimalem Gas- und Bremseinsatz.

Mit der Einführung des 6.4 V8 ist zum ersten Mal ein Achtzylindermotor als Werksoption für den Wrangler bestellbar. Der V8 wurde für den Einbauraum unter der Motorhaube des Wrangler Rubicon 392 angepasst, leistet dort 470 PS und liefert ein Drehmoment von 637 Newtonmetern. Fast 75 Prozent des Drehmoments sind bereits knapp oberhalb der Leerlaufdrehzahl verfügbar. So entstehen aufregende Fahrleistungswerte, egal ob der Wrangler Rubicon 392 nun in 4,5 Sekunden aus dem Stand auf 96 Kilometer pro Stunde beschleunigt oder krasse Steigungen hinaufkriecht.

Der 6.4 V8 ist auf einem Gusseisen-Block mit Aluminium-Zylinderköpfen aufgebaut. Für Leistung ebenso wie thermische Beständigkeit sorgen ein aktiver Ansaugkrümmer, variable Nockenwellensteuerung, zwei Zündkerzen pro Zylinder, natriumgefüllte Auslassventile, Einlassventile mit hohlem Schaft und Öl-Spritzkühlung für die Kolbenböden. Wenn beim Mitschwimmen im Alltagsverkehr nur ein kleiner Teil der Leistung benötigt wird, sorgt eine Abschalteinrichtung für vier der acht Zylinder für weniger Kraftstoffverbrauch.

Die nötige kühle, dichte Luft zum Atmen bezieht der 6.4 V8 unter anderem durch eine Lufthutze auf der Motorhaube. Die Herausforderung für die Jeep-Ingenieure war, diese Luftversorgung unter allen Umständen sicherzustellen, denen der Wrangler Rubicon 392 ausgesetzt sein kann – unabhängig von Gelände und Wetter. Dazu entwickelten sie das Hydro-Guide™-Lufteinlasssystem, das beim Wrangler Rubicon 392 aus einem dreistufigen Kanalsystem mit einer Reihe von Abläufen besteht, einschließlich eines Drainage-Abflusses im Luftkasten, der eventuell einströmendes Wasser weg von der Ansaugluft ableiten kann. Aufgrund der mit bis zu 56 Litern pro Minute hohen Kapazität dieses Ablaufs kann der Wrangler Rubicon 392 durch bis zu 82,5 Zentimeter tiefes Wasser waten, und zwar selbst, wenn die Bugwelle über die Motorhaube und damit auch in die Luftansaug-Hutze schwappen sollte. Auch, wenn die Lufthutze auf der Motorhaube durch Schnee, Schlamm oder andere Verschmutzungen beeinträchtigt ist, versorgt ein sekundärer Luftweg innerhalb der Motorhauben-Struktur den V8 mit Luft. Der Wrangler Rubicon 392 kann selbst bei vollständig blockiertem Primärluftweg seine Höchstgeschwindigkeit erreichen.

Zu einem Jeep Wrangler mit V8 gehört ein begeisternder und unverwechselbarer Klang. Dafür sorgt die aktive Dual-Mode-Auspuffanlage mit Ventilen, die bei höherer Motorlast automatisch öffnen, um den Abgas-Gegendruck zu verringern. Der Fahrer kann das System auch per Knopfdruck aktivieren. Das zweiflutige Auspuffsystem schließt mit einem Vierfach-Auspuffendrohr ab.

Das bewährte TorqueFlite 8HP75-Achtgang-Wandler-Automatikgetriebe mit hoher Drehmomentkapazität ermöglicht schnelle, präzise Gangwechsel unter allen Fahrbedingungen. Erstmals kann ein Wrangler-Fahrer die Gangwechsel auch manuell an Aluminium-Schaltwippen am Lenkrad wählen.

Die vollelektronische Getriebesteuerung wählt verschiedene Schaltschemen in Abhängigkeit der jeweiligen Eingabeparameter für unterschiedliche Fahrbedingungen und stimmt das Getriebe damit ideal auf die Leistungsanforderungen nahezu jeder Situation ab. Die Antriebs-Kalibrierung des Wrangler Rubicon 392 umfasst eine Drehmomentreserve und eine sogenannte AMax-Schaltlogik (Acceleration Maximizing) für dynamisches Anfahren mit Bremse und erhöhter Drehzahl, was maximale Beschleunigung für den Start auf festem Untergrund liefert. Die Drehmomentreserve, eine bei Drag-Racern genutzte Motorstrategie, steuert den Kraftstofffluss zu den Zylindern sowie Früh- oder Spätzündung, um Motordrehzahl und Drehmoment auf maximale Fahrleistung zu auszurichten. Die AMax-Schaltung kommt bereits bei der Launch Control des Jeep Grand Cherokee Trackhawk zum Einsatz.

Der Antrieb des Jeep Wrangler Rubicon 392 bringt seine Kraft an alle vier Räder, und zwar ständig. Herzstück des vollautomatischen Vierradantriebs ist das aktive Selec-Trac-Verteilergetriebe mit einem Gelände-Untersetzungsverhältnis von 2,72:1. Das Verteilergetriebe verfügt über vier vom Fahrer wählbare Modi: 4WD Auto, 4WD H, Neutral und 4WD L. Das Selec-Trac-Verteilergetriebe ermöglicht es auch, den Wrangler Rubicon 392 zu schleppen.

Im Gelände bietet der Wrangler Rubicon 392 die legendären Fähigkeiten, für die Jeep bekannt ist. Dies umfasst Offroad Plus, mit den Modi Sand und Rock: Ein Knopfdruck maximiert die Traktionsfähigkeiten des Jeep Wrangler Rubicon 392. Die Modi stellen Gaspedal, Getriebeschaltpunkte und Traktionskontrolle so ein, dass sowohl bei schnelleren Passagen auf Sand als auch beim Kriechen über Fels die beste Leistung erzielt wird. Der Fahrmodus „Offroad Plus“ gibt dem Fahrer außerdem die Möglichkeit, das Hinterachs-Differential auch in 4WD High bei hohen Geschwindigkeiten zu sperren.  

Die Geschwindigkeitsregelung Selec-Speed Control steuert die Fahrzeuggeschwindigkeit in „4WD Low“ ohne Gaspedal- oder Bremsbetätigung. Selec-Speed Control wird über eine Taste aktiviert, die automatisch gehaltene Kriechgeschwindigkeit lässt sich von ein bis acht Kilometer pro Stunde einstellen und während der Fahrt einfach verändern.

Um Motorleistung und Drehmoment des Wrangler Rubicon 392 voll nutzen zu können, haben die Jeep-Ingenieure den Leiterrahmen, die oberen vorderen Querlenker und die gusseisernen Achsschenkel verstärkt. Außerdem bringen hochbelastbare Bremsen den Wrangler Rubicon 392 zuverlässig zum Stillstand. Seine Geländegängigkeit unterstützen die breite Spur und die Hochleistungs-Achsen Dana 44 mit dickeren Achsrohren sowie die elektronischen Tru-Lok Sperrdifferentiale. Ein elektrisch entkoppelbarer Querstabilisator an der Vorderachse maximiert Federwege und Achsverschränkung für anspruchsvolle Geländebedingungen. Als Ergänzung zur bewährten Fünflenker-Vorder- und Hinterradaufhängung maximieren eine Höherlegung um fünf Zentimeter und Einrohr-Gashochdruck-Stoßdämpfer von FOX Handling und Komfort des Wrangler Rubicon 392.

Gibt die werksseitige Höherlegung um fünf Zentimeter schon aus der Entfernung einen ersten Hinweis auf den Wrangler Rubicon 392, fallen beim Näherkommen Bronze-Akzente als eindeutige Kennzeichen des leistungsstärksten Jeep Wrangler auf. Die Schriftzüge schimmern in einer bronzefarbenen Umrisslinie, auch das ‚Trail Rated‘-Emblem und die Abschlepphaken sind im Bronzeton gehalten. Ebenfalls im Bronzeton gehalten sind die 17 x 7,5 Zoll großen und Beadlock-fähigen Räder. Der schwarze Original-Verschlussring ist über Mopar erhältlich.

Übernommen vom Jeep Gladiator Mojave, wölbt sich eine um 40 Millimeter höhere Motorhaube über dem V8, mit Lufteinlasshutze gleichermaßen für Frischluftversorgung des Motors und Wat-Fähigkeit. Die bronzeumrandeten ‚392‘-Schriftzüge an den Seiten der Lufthutze beziffern den größten Hubraum, den Jeep je für einen Wrangler angeboten hat: 392 cubic inch oder 6,4 Liter.

Der Innenraum bleibt mit Bronzeton für die Akzentnähte der Lederbezüge und das ‚Rubicon 392‘ Emblem in den vorderen Sitz-Lehnen im Thema des Außendesigns. Neu – und exklusiv – für den Rubicon 392 sind die erstmals an einem Wrangler-Lenkrad anzutreffenden Schaltpaddel für schnellen manuellen Eingriff in die Gangwechsel des Achtgang-Wandlerautomatik-Getriebes.

Selbstverständlich auch beim Top-Wrangler serienmäßig ist das moderne Uconnect-Infotainment-System mit Vollfarb-TFT-Touchscreen in 21 Zentimeter Bildschirmdiagonale. Vor allem Rubicon-Fahrer wissen die in der Software enthaltenen Off-Road-Seiten zu schätzen, die Parameter wie Karosserieneigung, Höhe über Meeresspiegel, GPS-Koordinaten, Antriebskraftverteilung und einiges mehr in ebenso attraktiven wie intuitiven Grafiken anzeigen.