James Bond Feeling: Aston Martin Vanquish im Test

03.10.2013 | Christian Sauer | Testrides

Aston Martin Vanquish Drivers Club Germany 1

Sich einmal wie James Bond fühlen, in welchem Auto könnte man(n) das besser als in einem Aston Martin. Drivers Club Germany Chefredakteur und Testfahrer Christian Sauer schlüpfte für seinen Bericht in die Rolle des Doppel-Null-Agenten und fuhr den 573 PS starken Gran Turismo. Hier sein Missionsbericht.

Stilvolle Sportlichkeit und kraftvolle Eleganz – wie kaum ein anderer Hersteller vermag Aston Martin diese Attribute miteinander zu vereinen. Kaum zu glauben ist, dass die durchaus wechselhafte Geschichte des Traditionsherstellers schon 1913, also fünf Jahrzehnte vor dem weltberühmten Kinodebut des DB5 in „Goldfinger“ begann.

 

Heute, 100 Jahre nach der Firmengründung steht Aston Martin besser da denn je. Unter der Führung des deutschen Managers Dr. Ulrich Bez wurde die Qualität verbessert und das Portfolio erweitert. Selbst vom Motorsport-Virus infiziert, brachte er Aston Martin auch bei Rennen wie in Le Mans wieder zurück auf die Siegerstraße. Höchstpersönlich pilotierte der inzwischen 69-jährige Ingenieur im Mai beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring einen Wasserstoff-Hybrid-Prototypen auf Basis der Zwölfzylinder-Limousine Rapide S. Es ist immer wieder erstaunlich, was der relativ kleine Hersteller Aston Martin vermag, selbst auf die Beine – respektive die Räder – zu stellen. Dabei helfen Kooperationspartner, wie neuerdings auch Mercedes-AMG. Gerade um zukünftige Modelle aus Gaydon für noch strengere Emissionsvorschriften fit zu machen, ist externes Know-How gefragt. Bis auf den Cygnet, der veredelten Version des Toyota-Kleinwagens iQ und den V8 Vantage setzt Aston Martin derzeit noch ausschließlich auf Zwölfzylinder-Saugmotoren mit viel Hubraum.

 

Missen wollen wir das 6-Liter-Triebwerk nicht. Es leistet maximal 573 PS und 620 Nm Drehmoment. Übertragen wird die Kraft wie bei allen V12-Modellen von Aston Martin über eine 6-Gang-Automatik an die Hinterachse. Beim Blick in den prall gefüllten Motorraum fällt der Blick zum Glück nicht auf Plastikabdeckungen. Stattdessen findet sich dort die traditionelle Plakette mit dem Namen des Mechanikers, der für die Endmontage zuständig war. Der Blick schweift weiter über Kohlefaser, woraus die gesamte Karosserie besteht. Sichtbar wird der Carbon-Leichtbau auch im edel ausgekleideten Kofferraum – mit 368 Liter groß genug für einen Wochenendtrip oder ein Bond-Abenteuer. Farblich passend lässt sich auch der Innenraum gestalten, in dem die hinteren Notsitze auf Wunsch zu Gunsten zusätzlicher Ablagen entfallen.