Jaguar Land Rover @ Classic Days Schloss Dyck 2018

06.08.2018 | Christian Sauer | Lifestyle, Testrides

Zur guten Tradition gehört seit Jahren, dass der britische Hersteller mit seinen beiden Kult-Marken zu den Classic Days Schloss Dyck äußerst reizvolle Oldies auffährt. Wir stiegen dieses Jahr allerdings nicht ein, sondern auf!

Diesmal wurden bei Jaguar Land Rover gleich drei runde Jubiläen gefeiert: 50 Jahre XJ, 70 Jahre XK und 70 Jahre Land Rover. Der XJ wurde jedoch nicht typisch als elegante Limousine oder als geschmeidiges Coupé, sondern als brutal laut aus den Sidepipes brüllender Rennwagen präsentiert. Eigens von der Insel wurde nämlich ein 1976er Broadspeed XJ12 geholt, der leider nicht sehr erfolgreich an zwei Saisonen der Tourenwagen-Europameisterschaft teilnahm, aber dafür bei den Classic Days ein absolutes Highlight darstellte!

Deutlich bekannter und als Rennwagen auch erfolgreicher war der Jaguar XK. Heute steht er subjektiv oft im Schatten seines Nachfolgers E-TYPE, der auf Schloss Dyck natürlich auch nicht fehlen durfte. Dennoch ist er unbestritten einer der innovativsten und spektakulärsten Sportwagen seiner Zeit. Bereits Anfang der 1950er Jahre verhalfen 160 PS dem frühen XK 120 zu einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Dabei war er überraschend alltagstauglich und komfortabel – Merkmale, die seit jeher Jaguar auszeichnen. So könnte man auch die letzte XK-Baureihe als legitimen Urenkel sehen, von dem ein sehr spezielles Sondermodell bei den Classic Days zu sehen war. Noch bevor die Spezialabteilung Special Vehicles Operations gegründet wurde, entstand 2013 der auf 45 Exemplare weltweit limitierte XKR-S GT als finale und ultimative Ausbaustufe mit 550 PS und Komponenten aus dem Motorsport.

Deutlich gediegener ging es in den 1970er Jahren bei Land Rover zu. Nach dem Defender in seiner dritten Serie, betrat ein neues Modell die automobile Welt, der sie weltweit verändern sollte. Der Range Rover – zuerst ausschließlich als Dreitürer – begründete das Segment luxuriöser Geländewagen und wurde somit auch zum Vorreiter der SUVs. Wie entspannt er sich fuhr und heute immer noch fährt, zeigten unsere Runden mit einem 1978er Modell. Zwar bieten die Range Rover heutzutage deutlich mehr Platz hinter dem Lenkrad und statt plüschigem Stoff schwelgt man in edlem Leder, aber die Gene sind eindeutig vorhanden. Neben dem Komfort war es aber auch immer die Geländegängigkeit, die einen Range als „echten“ Land Rover ausmachten. Es reizte uns schon sehr, bei unseren Runden um Schloss Dyck mal kurz von der Strecke abzubiegen und über das Feld zu fahren – doch wir widerstanden schweren Herzens. Vielleicht bekommen wir zu einem anderen Anlass mal die Gelegenheit.

Was wir noch alles bei den Classic Days Schloss Dyck 2018 haben, gibt es hier …

Teil 1: Best of Classic Days Schloss Dyck 2018
Teil 2: Autostadt mit Porsche 911 Turbo und VW Bi-Motor-Golf
Teil 3: FCE Heritage mit Alfa Romeo Selvio Quadrifoglio und Fiat 124 Sport
Teil 5: Mercedes-Benz mit Prinz-Heinrich Wagen