Testdrive: Jaguar F-Type SVR in der Eifel (Video)

18.08.2016 | Christian Sauer | Lifestyle, News, Testrides

Jaguar F-Type SVR Ring Cat Nuerburgring-Nordschleife Ringtaxi

Darüber verfügt hingegen der F-TYPE SVR als „Ring Cat“ für die Nordschleife. Vis-à-vis der langen Geraden „Döttinger Höhe“ wurden im Jaguar-Testcenter eben genau diese – also Schalensitze mit Mehrpunkt-Gurten und der Überrollbügel – in das ansonsten serienmäßige Fahrzeug verbaut. Sie dienen der Sicherheit ebenso wie der feuerfeste Rennanzug und der Helm samt HANS-System (Head an Neck Support). So fühlt sich jeder Teilnehmer wie ein „echter“ Rennfahrer, auch wenn nur der Co-Piloten-Sitz wartet. Selbstverständlich sind auch Frauen willkommen, gelten sie doch sowieso als die besseren (Bei)Fahrer. Interessenten sollten mindestens 18 Jahre alt, nicht größer als 1,95 Meter und nicht schwerer als 100 kg sein.

Die Anmeldung erfolgt über die Website des Nürburgsrings und die Fahrten mit dem neuesten sowie derzeit stärksten Ringtaxi sind heiß begehrt. Sie finden zumeist an den Wochenenden im Rahmen der berühmt-berüchtigten Touristenfahrten statt, bei denen vom Kleinwagen über Motorrädern bis hin zu Bussen nahezu alle möglichen Fahrzeuge über die härteste Renn- und Teststrecke rasen. Auf der knapp 21 Kilometer langen Berg-und-Talfahrt ihren gefährlichen 73 Kurven und kaum Auslaufzonen überschätzen sich regelmäßig „Möchtegern-Profis“ und landen direkt in den Leitplanken. Davor muss niemand bei der Mitfahrt im Jaguar Ringtaxi Angst haben, schließlich warten waschechte Rennfahrer der Nürburgring Driving Academy als Chauffeure. Nicht nur der Boss Andreas Gülden kennt jeden Zentimeter des Rings vom 24h-Rennen auswendig. Wir hatten das Glück mit Peter Terting, der 2009 der jüngste DTM-Fahrer war, die rund zehn Minuten dauernde Runde zu drehen.

Trotz der hohen Geschwindigkeiten und am Körper zerrenden G-Kräfte im Jaguar F-TYPE SVR scheint er hinterm Lenkrad völlig entspannt zu sein. Locker erklärt er per Gegensprechanlage in den Helmen die Besonderheiten der jeweiligen Streckenabschnitte. Klar, der 575-PS-Bolide ist kein Renn- sondern ein Sportwagen mit Straßenzulassung, aber die Performance beeindruckt. Ob Karussell, Brünnchen oder Pflanzgarten – die „Grüne Hölle“ fordert von Mensch und Material enorm viel. Die Raubkatze steckt das alles weg und zieht als Motiv die Linsen der Fans magisch an. Zahlreiche Fotos und Videos existieren bereits. Und wer das wohl einmalige Erlebnis nochmal analysieren oder stolz präsentieren will, kann für 30 Euro extra die Aufnahme der eigenen Fahrt mit mehreren Kameraperspektiven und Telemetriedaten auf Speicherkarte mitnehmen. Die Probefahrt der ganz besonderen Art kostet 295 Euro. Das ist für insgesamt ca. 30 Minuten natürlich kein billiges Vergnügen, für die Exklusivität und Sicherheit scheint es jedoch angemessen. Und die Raubkatze möchte schließlich auch gefüttert und gepflegt werden. Wer es vor der anstehenden Winterpause am Ring – abhängig von der Wetterlage – nicht mehr schafft, bekommt nächstes Jahr wieder die Möglichkeit.