Jaguar F-PACE – Onroad Testdrive & Tracktest

08.05.2016 | Christian Sauer | Testrides

Jaguar F-PACE Drivers Club Germany Tracktest Mendig

Dabei präsentiert sich der F-PACE nicht nur mit der elektrisch ausfahrbaren Anhängerkupplung und dem großzügigen Platzangebot für lange Fahrten prädestiniert. Hinter der elektrischen Heckklappe mit Gestensteuerung fasst der Kofferraum 650 bis 1.740 Liter Gepäck, was mehr als bei den direkten Konkurrenten ist, bietet allerdings keine Option auf zwei weitere Sitzplätze. Dank des langen Radstands von 2,87 m finden dafür in der zweiten Reihe bis zu drei Gäste viel Platz. Eine separate Klimasteuerung und Sitzheizung steigern den Komfort dort gegen Aufpreis ebenso wie das Panoramadach mit oder ohne Schiebefunktion.

Traditionell sitzt man(n) in einem Jaguar natürlich besonders gerne hinter dem Steuer und in guten Seitenhalt bietenden Sportsitzen – wenn auch relativ hoch im F-PACE. Der Blick ins Cockpit erinnert nicht zufällig an den aktuellen XF. Je nach Budget gibt es entweder die Kombination von klassischen Rundinstrumenten mit Digital-Display dazwischen und 8-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole oder gegen Aufpreis 12,3 Zoll große virtuelle Anzeigen und ein farbiges Head-up-Display mit Lasertechnik. Das hochauflösende 10,2-Zoll-Touchscreen des InControl Touch Pro ist state of the art und lässt sich mit Apps, Wi-Fi-Hotspot, TV-Tuner und Meridian Soundsystemen mit bis zu 825 Watt aus 17 Lautsprechern upgraden.

Digital Natives wird neben der Vielzahl an Assistenzsystemen zur Steigerung des Komforts und der Sicherheit aber wohl ein Feature besonders erfreuen: Praktisch auch für Outdoor-Sportler ist nämlich der robuste und wasserfeste Activity Key als Armband. Dank dieser Weltpremiere kann der eigentliche Autoschlüssel, automatisch deaktiviert und somit für Diebe unbrauchbar, im Wagen gelassen werden. Sportlich wirkt das Interieur sogar mit einer der Holzvarianten für die Zierelemente. Diverse Lederfarben und -Varianten ermöglichen eine individuelle Personalisierung des F-PACE. Hochwertig wirken die meisten Materialien und deren Verarbeitungsqualität. Allerdings würde etwas weniger Hartplastik dem ansonsten akkuraten Eindruck und seinem Premium-Anspruch zu Gute kommen.

Trotz des verlockenden Grundpreises von 42.390 Euro wird wohl kaum ein neuer F-PACE für unter 50.000 Euro, sondern für deutlich mehr den Eigentümer wechseln. Mit der nahezu voll ausgestatteten First Edition und wenigen Extras oder einem großzügig konfiguriertem F-PACE S sind sogar über 100.000 Euro fällig. Das tut dem schon jetzt großen Interesse von neuen oder treuen Jaguar-Kunden keinen Abbruch – ganz im Gegenteil – der F-PACE könnte Jaguars erfolgreichstes Modell überhaupt werden und die Wartezeit trotz bereits in weiser Voraussicht gesteigerten Produktionskapazitäten wohl lang. Das wundert uns nicht, schließlich entspricht seine DNA mit ausgeprägter Dynamik eindeutig der legendären Raubkatze und zugleich ist er vielseitiger denn jeder Jaguar bis dato. Und wer tatsächlich noch bessere Offroad-Fähigkeiten braucht oder glaubt haben zu müssen, sollte sich lieber auf der anderen Seite der zunehmend modernisierten Showrooms einen der konzerninterne Mitbewerber von Land Rover oder Range Rover genauer anschauen, die aber keine wirkliche Konkurrenz für den F-PACE darstellen.

 

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