Der Sportliche – Hyundai Veloster Turbo im Test

26.10.2014 | Anja Sauer | Testrides

Hyundai Teaser
Das Coupé ist wohl das sportlichste Modell der Hyundai-Familie. Drivers Club Germany Redakteurin Anja Sauer fühlte ihm auf den Zahn.

Wenn man den Namen Hyundai hört, denkt man nicht unbedingt an sportliche Autos. Mit dem Veloster setzt der koreanische Hersteller allerdings ein Zeichen in diese Richtung. Angefangen beim Design, wirkt der Hyundai futuristisch. Seine „Augen“ sind durch das schwungvoll gestaltete LED-Tagfahrlicht sehr dynamisch. Dieser Schwung setzt sich bis zum Heck fort, wo mittig positionierte Doppelendrohre und ein festes Glasdach im hinteren Bereich des Daches prangt. Dieses sieht nicht nur schick aus, es bietet auch mehr Kopffreiheit für die Passagiere im Fond.

Eine weitere Besonderheit ist die hintere Tür, die sich nur auf der rechten Seite befindet und auf den ersten Blick gar nicht zu sehen ist, da sie in die Linienführung der Karosserie integriert wurde. Durch diese Tür lässt es sich bequem im Fond Platz nehmen und das oft mühselige Krabbeln durch die Vordertüren bleibt einem so erspart. Auch die Beinfreiheit hinten ist enorm für den kompakten Flitzer. Selbst länger gewachsene Menschen können hinten gut sitzen, ohne dass die erste Reihe an der Frontscheibe kleben muss oder maximal 1,50 m Körpergröße misst.

Im Innenraum setzt sich das moderne Design fort: Die Mittelkonsole und das Dreispeichenlenkrad kommen jung und sportlich daher. Die Verarbeitung der Materialien ist solide. Unser Testobjekt, das Topmodell mit 186 PS starkem 1,6 Liter Turbo-Aggregat und Frontantrieb fährt dynamisch und liegt gut auf der Straße, ohne zu hart abgestimmt zu sein. Auf längeren Fahrten gibt er sich unaufgeregt und entspannt. Die optionale 6-Stufenautomatik mit Schaltpaddels schaltet flüssig, jedoch fehlt durch die langen Schaltpausen hier der letzte sportliche Schliff – ein Doppelkupplungsgetriebe wie beim schwächeren Saugmotor wäre hier noch das i-Tüpfelchen. Das Drehmoment beim Turbo von 165 Nm liegt bei 1.500-4.500 Umdrehungen an. Beim Verbrauch kann der Veloster mit anderen „Sportlern“ gut mithalten. Die werksseitig angegebenen 7,7 Liter schaffen wir nicht – die 10-Liter-Marke knackt er leider locker.

 

Den Hyundai Veloster gibt es mit zwei Motorisierungen: Den bereits erwähnten 1,6 Liter GDI Saugmotor und unsere Turbovariante, die am durchgängig schwarzen Kühlergrill erkennbar ist. Als Getriebe gibt es serienmäßig die 6-Gang-Handschaltung. Die verschiedenen Ausstattungsvarianten bieten eine umfangreiche Serienausstattung. Bei der Grundvariante Trend gibt es zum Beispiel USB- und iPod-Anschluss sowie die Möglichkeit, eine Spielekonsole anzuschließen. Weiterhin sind 17-Zoll-Alus dabei. Die Top-Linie Premium ist dann ab Werk nahezu voll ausgestattet. Neu bei Hyundai ist die silber-graue Mattlackierung Young Gun, die ab Werk für 650 Euro Aufpreis erhältlich ist.

Preislich startet der Veloster bei 20.090 Euro mit 140 PS-Saugmotor, die Topvariante Premium kostet ab 27.230 Euro und ist nur für den Turbo verfügbar. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut – ein vergleichbarer VW-Scirocco mit 180 PS kostet etwa 26.300 Euro ohne Sonderausstattung. Alles in allem ist der Hyundai ein sportlicher Hingucker und Exot, denn in Deutschland ist er nicht oft zu sehen. Damit zieht er viele Blicke auf sich und hat einen hohen Wiedererkennungswert.