FOS: Jaguar F-Type Project 7 & Range Rover Sport SVR

25.06.2014 | Christian Sauer | News

Jaguar F-Type Project 7 Goodwood 2014 2
Jaguar präsentiert ab Freitag auf dem Goodwood Festival of Speed neben dem Prototypen Range Rover Sport SVR den F-Type Project 7. Als erstes Modell der neu gegründeten Spezialabteilung Jaguar Land Rover Special Operations wird der puristische Roadster nur 250 Exemplaren gebaut.

Für den deutschen Markt sind 20 Exemplare vorgesehen. Das Design lehnt sich eng an die 2013 gezeigte einsitzige Studie an, verfügt aber nun über zwei Sitze und Überrollbügel. Der aerodynamisch verkleidete „Höcker“ auf der Fahrerseite zitieren eines der berühmtesten Jaguar Modelle: dreimaligen Le Mans-Sieger Jaguar D-Type, der in diesem Jahr 60 Jahre alt wird. Als schnellstes Jaguar Serienmodell aller Zeiten wird der F-Type Project 7 von einem um 25 auf 575 PS gesteigerten Supercharged-V8 mit 5,0 Liter Hubraum angetrieben. Das maximale Drehmoment blieb mit 680 Nm unverändert. Die geballte Power gelangt über die Achtstufen-Quickshift-Automatik und die zweite Generation des aktiven und vollelektronischen Sperrdifferentials auf die Hinterräder.

Damit erledigt der straßenzugelassene Supersportler den Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden; die Höchstgeschwindigkeit ist auf 300 km/h limitiert. Das Gewicht wurde gegenüber dem Jaguar F-Type V8 S Cabriolet um 80 auf 1.585 Kilogramm gesenkt und der F-Type Project 7 steht auf 20 Zoll großen Leichtmetallfelgen im Design „Storm“; optional mit Hochleistungsreifen des Typs Continental Force Contact. Beim serienmäßigen Carbon Ceramic Matrix (CCM) Bremssystem umklammern sechs Kolben die vorderen (398 mm Durchmesser) und weitere vier die hinteren (380 mm) Bremsscheiben.

 

Im Design lehnt sich der F-Type Project 7 eng an die minimalistische Formensprache der gleichnamigen Jaguar Studie aus dem Vorjahr an. Die Karosserie behält die so charakteristischen „Herzlinien“ bei, weicht aber vor allem im Heckbereich vom Großserienbruder ab. Die vom Le Mans-Sieger D-Type inspirierte Kopfstütze ist gleichzeitig Verkleidung für einen Überrollbügel und setzt sich als bei hohem Tempo stabilisierend wirkende Rückenflosse nach hinten fort. Da das Serienmodell des Project 7 ein Zweisitzer ist, findet sich nun auch hinter dem Beifahrer ein Überschlagschutz. Umfangreiche aerodynamische Modifikationen – in Gestalt eines Heck-Diffusors, eines verstellbaren Heckspoilers und eines neuen Front-Splitters – steigern den Abtrieb bei Tempo 300 im Vergleich zu einem Jaguar F-Type Cabriolet um 177 Prozent.

Im offenen Zustand wird das Fahren im Project 7 am intensivsten: denn die Windschutzscheibe wurde nach Speedster-Manier um 114 Millimeter abgesenkt, die Seitenscheiben entsprechend angepasst. Das speziell entwickelte Bimini-Verdeck lässt sich bei Nichtgebrauch zusammenfalten und im 196 Liter fassenden Kofferraum verstauen. Jaguar bietet diesen stärksten aller F-Types in fünf Metallic-Farben an: Ultra Blue, Italian Racing Red, British Racing Green (alle optional mit weißen Streifen), Ultimate Black und – neu – Glacier White (beide auf Wunsch mit grauen Streifen).

Getreu seines hochexklusiven Charakters entsteht der neue F-Type Project 7 in nur 250 Exemplaren – in Handarbeit aufgebaut von den 150 Spezialisten der neuen Jaguar Land Rover Special Operations. Jedes Fahrzeug trägt eine Nummerierung und eine von Jaguar Designchef Ian Callum signierte Plakette. Der Jaguar Project 7 feiert seine Deutschlandpremiere auf dem AvD Oldtimer Grandprix, der am 9./10. August auf dem Nürburgring stattfinden wird. Bis dahin werden sicherlich auch die Preise bekannt gegeben