Ritt auf der Kanonenkugel – Fiat Abarth 595C Turismo

08.06.2014 | Christian Sauer | Testrides

Fiat Abarth 595 C Turismo Drivers Club Germany

Positiv finden wir, dass in den 182-Liter-Kofferraum immerhin zwei große Getränkekisten passen, wenn sie einmal durch die schmale Luke gefädelt wurden. Das Stoffdach gleitet auch während der Fahrt elektrisch zwischen den festen Holmen auf und zu. Bei geschlossenem Verdeck bleibt die Geräuschkulisse für ein Cabrio erträglich. Ein echtes Manko stellt aus unserer Sicht allerdings das zu große und nur in der Höhe, aber nicht in der Weite verstellbare Lenkrad dar. Hinzu kommt die zu hohe Sitzposition der Integralsitze, dessen Seitenhalt ebenfalls verbesserungsfähig wäre. Abhilfe versprechen gegen 800 Euro die Sabelt-Schalensitze mit Leder-/Alcantara-Bezug. Darüber hinaus lockt die Aufpreisliste mit diversen Möglichkeiten zur Individualisierung im Zeichen des Skorpions. Die meisten davon sind nicht teuer, selbst die zweifarbige Lackierung unseres Testwagens kann für relativ günstige 950 Euro bestellt werden.

 

Im Grundpreis von 23.650 Euro für den 595C Turismo inbegriffen sind dazu schicke Details wie die metallisch glänzenden Sportpedale, Einstiegsleisten, Tankdeckel und Fußmatten mit Abarth-Logo. Serienmäßig ist ebenfalls das nicht mehr zeitgemäße Radio mit kleinem Display, das aber immerhin MP3-CD-Player, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, USB-Port und eine Lenkradfernbedienung bietet. Statt des separaten Navis würde auch dem auf Fahrspaß ausgelegten Fiat-Ableger eine moderne Infotainment-Lösung gut stehen, das wohl leider auch das neue Modelljahr nicht mitbringt. Den meisten Abarth-Fans wird das wohl egal sein, sie lieben und verehren ihre italienischen Mini-Sportler. Das war schon in den 1960er Jahren so, als Firmengründer Carlo Abarth mit dem legendären Modell gleichen Namens auf und abseits der Rennstrecke für Furore sorgte, und das wird hoffentlich auch noch lange so bleiben.