Finali Mondiali: Ferrari World Finals 2014

12.12.2014 | Christian Sauer | Lifestyle, News, Testrides

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Während den World Finals in Abu Dhabi sprachen wir mit Bernhard Dransmann, der nicht nur zwei FXX sein Eigen nennt und mit einem davon regelmäßig auf die Piste geht, sondern auch mit anderen seltenen Ferrari-Sondermodellen wie dem 288 GTO, F40, F50 oder Enzo handelt. Der jung gebliebene / vitale 68-jährige Unternehmer, dessen zwei Söhne inzwischen die Möbelgeschäfte mitleiten, ist schon seit Jahrzehnten im Motorsport aktiv, fuhr erfolgreich Rund- und Langstreckenrennen sowie Ferrari Challenge. Doch davon hatte er irgendwann genug und da kam ihm das XX-Programm gerade recht: „Beim FXX war ich seit Beginn an dabei und bin sehr zufrieden damit.“ Er kennt die Details nahezu jedes einzelnen Wagens und die aktuellen wie ehemaligen Besitzer: „Man lernt interessante Leute kennen.“ Die Kontakte sind wertvoll, denn nicht viele Sammlerstücke werden öffentlich angeboten, sondern größtenteils persönlich vermittelt. Die F1 Clienti oder Oldtimer aus Maranello, deren Preise gerade in exorbitante Höhen schießen, interessieren Bernhard Dransmann allerdings weniger. Dementsprechend lautet sein Motto: „Keine alten Weiber, keine alten Autos!“

 

Vielleicht dann doch eher der neue FXX K – reizvoll ist der 1.050 PS starke Hybrid-Supersportler auf jeden Fall. Wie seine XX-Vorgänger und der McLaren P1 GTR als sein schärfster „Konkurrent“ besitzt der bislang stärkste Ferrari keine Straßenzulassung. Er schöpft seine beeindruckende Leistung aus einem 860-PS-Zwölfzylinder mit 6,3 Liter Hubraum und einem Elektromotor mit 190 PS / 140 kW. Von ihm und dem aus der Formel 1 bekannten KERS-System stammt seine Zusatzbezeichnung „K“. Wie uns Raffaele De Simone erklärt, der für die Entwicklung des FXX K verantwortlich war und unter dem Jubel der Ferraristi die ersten offiziellen Runden in Abu Dhabi drehte, bildet der LaFerrari dessen Basis: „Es ist aber keine Track-Version des LaFerrari, wir haben die besten Teile genommen und noch besser gemacht. So wurde es zu einem komplett neuen Fahrzeug.“ Vor allem an der Aerodynamik, dem Antrieb und am Fahrwerk konnte (fast) ohne finanzielle Limits gearbeitet werden. Der FXX K soll wie seine Vorgänger in einer streng limitierten Auflage mit weniger als 40 Exemplaren gebaut und zu 2,5 Mio. Euro plus Steuern verkauft werden. Laut Ferrari sind bereits alle an treue Sammler vergeben – mit den entsprechenden finanziellen Mitteln und Kontakten ließe sich aber da bestimmt noch etwas machen – schließlich ist der Weihnachtsmann ja auch schnell und vor allem in rot unterwegs.