Finali Mondiali: Ferrari World Finals 2014

12.12.2014 | Christian Sauer | Lifestyle, News, Testrides

Ferrari FXX K World Finals 2014 Finali Mondiali
Christian Sauer besuchte exklusiv die Ferrari World Finals in Abu Dhabi und konnte als erster deutscher Blogger und Journalist den Ferrari FXX K genauer unter die Lupe nehmen sowie mit den Verantwortlichen und VIP-Kunden sprechen.

Für Ferrari war das zu Ende gehende Jahr voller Höhen und Tiefen: Wirtschaftlich steht es gut um den Sportwagen-Hersteller aus Maranello und im Rennsport wurden mit den GT-Rennwagen gleich mehrere Weltmeistertitel, sowie der Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans eingefahren. In der Formel 1 gab es weniger Grund zum Jubel – Fernando Alonso errang keinen einzigen Sieg und gibt seinen Platz im Cockpit an Sebastian Vettel ab, der wie Michael Schumacher in den 1990er Jahren dem Traditionsrennstall zu neuem Schwung und Titeln verhelfen soll. Dabei haben die Italiener mit Kimi Räikkönen bereits einen Weltmeister im Team. Nachdem er diese Saison sogar weit hinter Alonso abgeschlagen blieb, will der Finne nächstes Jahr wieder angreifen und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Vettel ebenso wie auf die Duelle mit ihm. In Abu Dhabi drehte er zusammen mit dem Ferrari-Testfahrer Marc Gené nochmal einige Runden im aktuellen Formel-1-Rennwagen.

 

Marc Gené unterstützt mit Rat und Tat seit vielen Jahren aber auch den elitären Kreis der privaten Piloten, die anders als bei den Markenpokalen der Ferrari Challenge nicht um den Sieg kämpfen, sondern „nur“ zum Spaß und höchstens gegen die eigene Bestzeit fahren. Mehrere Millionen sollten die Interessenten schon auf der hohen Kante haben, um privat mit den originalen Rennwagen von Schumacher & Co. gelegentlich in der Freizeit kreischend laut Gas geben zu können. Die zumeist sehr erfolgreichen Geschäftsleute investieren auf der Suche nach einer neuen Herausforderung allein in die Anschaffung zwischen einer und drei Millionen Euro, abhängig davon, wer den Wagen früher pilotiert hat und welche Resultate damit eingefahren wurden. Für einen „Irvine“ oder „Barrichello“ zahlt man(n) weniger als für einen „Schumacher“ oder „Lauda“. Um die Gefahr der Werksspionage zu reduzieren werden die meisten Rennwagen erst zwei Jahre nach ihrem letzten Einsatz innerhalb des F1-Clienti-Programmes angeboten.

 

Bei den XX-Programmen sind aktuell noch zwei nicht minder spektakuläre Modelle im Einsatz: Alles begann vor neun Jahren mit dem auf den Supersportwagen Ferrari Enzo basierenden FXX samt 800 und später 865 PS starkem Zwölfzylinder. Die Bezeichnung „XX“ leitet sich übrigens von der internen Bezeichnung des Enzo (FX) ab. Damals war die Idee, ohne Beschränkungen durch Reglements wie bei Rennwagen üblich, das technisch Machbare auszuloten und die Entwicklungen bestenfalls auch für zukünftige Straßenmodelle nutzen zu können. Ferrari musste nicht lange suchen, um ebenso motivierte wie engagierte Kunden zu finden, die rund 1,5 Millionen Euro netto für den 30 Mal gebauten Wagen sowie die Wartung in Maranello, die Transporte zu den Rennstrecken auf der ganzen Welt und den professionellen Support vor Ort zahlten. Dafür wurden sie zu offiziellen „Testfahrern“ erklärt und sammelten fleißig Erkenntnisse, die zur weiteren Verbesserung des FXX und 2009 zum 599XX führten. Dessen bis zu 750 PS leistende 30 Exemplare sind zumeist öfter bei den Ferrari-eigenen Racing Days zu erleben als die FXX, die inzwischen für über zwei Millionen Euro gehandelt werden.