Dampfhammer: Mercedes-Benz E 63 AMG S-Modell Test

05.04.2013 | Dominik Bischoff | Testrides

Mercedes-Benz E 63 AMG S-Modell Fahrbericht Drivers Club Germany

Olé AMG – in Spanien stellt sich der E 63 AMG als S-Modell den Toreros von Drivers Club Germany und beweist seine Vielseitigkeit. Mehr gibt es im Fahrbericht und Video unseres Redakteurs Dominik Bischoff zu erfahren.

Barcelona begrüßt uns an diesem Morgen nicht besonders freundlich: Nieselregen und Temperaturen, bei denen man am liebsten wieder zurück ins Bett kriechen würde. Das, was in der Tiefgarage des Luxushotels Mandarin Oriental auf uns wartet, lässt die Herzen von Automobil-Liebhabern höher schlagen. Nicht weniger als 35 neue AMG E-Klassen sind dort fein säuberlich aufgereiht. Zusammen genommen, sind das mehr als 20.000 PS! Fehlt nur noch eins zum Glück – der Schlüssel mit dem geprägten Logo von AMG und der passende Wagen. Nacheinander starten die Biturbo-Achtzylinder und jeder einzelne davon erzeugt eine Gänsehaut am ganzen Körper. Es ist kaum in Worte zu fassen, wie sich das AMG-typische V8-Blubbern zu einem donnernden Orchester vereinigt.

Wir haben die Ehre, eines der 585 PS starken S-Modells für einen Tag unser Eigen zu nennen. Aber auch die „normalen“ E 63 AMG geizen in der Neuauflage nicht mit Leistung. Diese stieg im Vergleich zum Vorgänger von 525 PS und 700 Nm auf 557 PS bei einem Drehmoment von 720 Nm. Unser noch stärkeres S-Modell wuchtet sogar 800 Newtonmeter auf die Kurbelwelle und schreit förmlich danach, losgelassen zu werden. Dass die Limousine obendrein mit dem neu entwickelten Allradantrieb ausgestattet ist, kommt uns bei dem wechselhaften spanischen Wetter dieses Tages durchaus gelegen.

 

„Diamantweiß metallic Bright“ ist die Farbe unserer Wahl für den Trip durch das spanische Hinterland. Bullig und aggressiv, wie es sich für einen erstklassigen Sportler gehört und dennoch unaufdringlich – das Design „Made in Affalterbach“ steht der E-Klasse ausgezeichnet. Die kleinen Änderungen zum Serienmodell verleihen dem AMG einen ganz eigenen Charakter. Wem das dennoch alles zu viel ist, der greift zum dezenteren Business-Package beispielsweise mit Entfall der Modellbezeichnungen. Etwas paradox: Nur das geübte Auge erkennt den E 63 dann noch im Straßenverkehr – das geübte Ohr hingegen kann auch das Business Paket nicht täuschen.