Classic Days Schloss Dyck 2019 – Teil 2 – Abarth, Alfa Romeo und Fiat

08.08.2019 | Christian Sauer | Lifestyle, Testrides

Nach den Klassikern und modernen Rekordwagen der Autostadt folgt nun Fiat Chrysler Automobiles (FCA) mit deren Heritage-Abteilung samt Stargast Arturo Merzario und rasanten Oldies von Abarth, Alfa Romeo und Fiat. Wir gingen mit einem ganz besonderen „Dino“ an den Start!

Der italienisch-amerikanische Konzern und dessen hiesige Vertretung in Frankfurt brachten auch dieses Jahr wieder ein vielfältiges Portfolio an Oldtimern und aktuellen Modellen zur automobilen Gartenparty mit. Dabei durfte eine Legende natürlich nicht fehlen: Arturo Merzario. Der inzwischen 76-jährige, ehemalige Formel-1-Pilot mit Markenzeichen weißer Cowboyhut, der 1976 zusammen mit anderen Piloten Nikki Lauda aus seinem brennenden Ferrari zog, zählt inzwischen zu den prominenten Stammgästen bei Schloss Dyck. Wie immer blendend gut gelaunt, schrieb er fleißig Autogramme und posierte strahlend für mindestens genauso viele Fotos. Und wo Arturo ist, darf sein Alfa Romeo Tipo 33TT12 natürlich nicht fehlen. Mit ihm und Derek Bell, Jacques Laffite sowie Henri Pescarolo gewann er 1975 die Langstreckenweltmeisterschaft. Nach den Classic Days kann sich das lautstarke WM-Siegerauto dann wieder im Werksmuseum von Alfa Romeo in Arese bei Mailand bis zum nächsten Auftritt ausruhen.

Noch älter als Arturo Merzario (und das meinen wir ganz positiv) waren zwei Alfas aus der Vorkriegszeit. Der 1930er 6C 1750 GS Mille Miglia und der 8C 2300 Touring Spider von 1934 verfügen jeweils über eine beeindruckende Historie. Beide Rennwagen beeindruckten auf der knapp drei Kilometer langen Rundstrecke außerhalb des Schlossparks ebenso wie das 1979er Safety-Car Alfa Romeo 6 für die damalige Formel 1, Gruppe C und andere Rennen sowie mehrere Abarth. Dazu zählten der flache 2000 Sport Spider von 1968, ein kleiner Abarth 1000 TCR (Baujahr 1971) und dessen „Nachfolger“ Abarth 595 esseesse, den wir demnächst im Fahrbericht vorstellen. Als aktuelle Modelle gingen ebenfalls ein Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio und ein Fiat 124, dessen historisches Vorbild 124 Sport Spider aus dem Jahr 1966 wir bereits schon einmal auch selbst bei den Classic Days fahren konnten.

An diesem Wochenende gebührte uns die Ehre, hinter dem Holzlenkrad des wunderbar gepflegten 1972er Fiat Dino 2400 Spider eines privaten Sammlers selbst Platz nehmen zu dürfen. Er entdeckte ihn vor vielen Jahren in der Schweiz, wo sich das orange Exemplar mit wenigen Kilometern auf der Uhr genau wegen dieser Lackfarbe lange nicht verkauft hatte. Dabei hat er als zweite Generation zwar nicht mehr den 2,0-Liter-Sechszylinder unter der Haube, der auch als Basis für einen Rennmotor von Ferrari diente, aber dafür holt sein drehfreudiger und sonor röhrender V6 sogar 20 PS mehr – also 180 PS – aus 2,4 Liter. Der höheren Leistung wurde auch das Fahrwerk angepasst. Dank Einzelradaufhängung an der Hinterachse fährt er sich auch heute noch recht handlich und sicher. Die Runden um Schloss Dyck machten auf jeden Fall Lust auf mehr und uns den Abschied umso schwerer!

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