Classic Days Schloss Dyck 2019 – Teil 1 – Autostadt mit Bugatti, Lamborghini, Porsche und Volkswagen

08.08.2019 | Christian Sauer | Lifestyle, Testrides

Auch dieses Jahr sind wir beim „deutschen Goodwood“ live vor Ort dabei, trafen prominente Persönlichkeiten und fuhren legendäre Wagen der Autostadt Wolfsburg, von Fiat, Ford, Jaguar und Mercedes-Benz. Im ersten Teil starten wir mit „Strietzel“ Stuck in einem Lamborghini und Porsche.

Nach Hitze und extremer Brandgefahr im letzten Jahr, meinte es das Wetter dieses Mal gut mit den zehntausenden Besuchern der 14. Auflage der Classic Days. Nach kräftigen Schauern am Freitag, verwöhnte das sonnige Wetter die Klassikerfreunde, die mit ihren Schätzen und Schätzchen aus ganz Europa ins Rheinland anreisten. Das pittoreske Parkgelände rund um das Wasserschloss bei Jüchen, zwischen Mönchengladbach und Neuss/Düsseldorf gelegen, bot für (fast) jeden etwas. Ob „jung oder alt“, langweilig wurde es nie – das abwechslungsreiche Programm wurde von Musik der passenden Epochen ebenso garniert wie vom kulinarischen Angebot. Auch hier war wieder für alle etwas dabei – ob Bier oder Champagner, Bratwurst oder Canapés – das macht auch diesen ganz speziellen Mix der Classic Days Schloss Dyck aus. Und nicht zu vergessen – die privaten Picknickplätze mit dem eigenen Oldtimer direkt auf dem Gelände werden auch von Jahr zu Jahr begehrter.

Das automobile Spektrum war ebenfalls wieder ein Genuss für alle Sinne und reichte von den Masterpieces samt Concours d‘Élégance vis-à-vis des Schlosses über niedliche Camping-Oldies in den Gärten, den zahlreichen Markenclubs sowie US-Cars im Dycker Feld bis hin zu einer liebevoll in Szene gesetzten Replika des Mondmobils. Wie das filigrane Original aus den 1970er Jahren fuhr es auch an diesem Wochenende nicht auf unserer Erde und war ausschließlich im Stand zu bewundern.

Stattdessen brachte die Autostadt ein anderes Elektromobil aus Wolfsburg mit und präsentierte es dynamisch. Zwar ging es anders als auf der Nürburgring-Nordschleife oder bei den Bergrennen am Pikes Peak Bergrennen und in Goodwood nicht um atemberaubende Rekordzeiten, aber der ID.R begeisterte mit seiner fast lautlosen Beschleunigung die jubelnden Zuschauer an dem 2,8 km langen Rundkurs entlang Felder, Wiesen und durch die umliegenden Ortschaften.

Deutlich lauter – wobei es zumeist nicht als Krach, sondern als „Sinfonie“ empfunden wurde – folgten die Konzernbrüder Porsche 919 Hybrid Evo, Porsche 918 und ein Bugatti Chiron Sport als weitere Rekordwagen. Pilotiert wurden sie abwechselnd auch von Rennfahrer-Legende Hans-Joachim Stuck, der daran sichtlich Spaß hatte.

Wir von Drivers Club Germany hatten das Vergnügen und die Ehre, mit ihm einige Runden in einem Porsche 911 Carrera RS 2.7 Baujahr 1974 sowie in einem 1975er Lamborghini Countach mitfahren zu dürfen. Entenbürzel und Flügeltürer sind natürlich schon im Stand zwei außergewöhnliche Hingucker, doch auf einer abgesperrten Piste mit einem Formel 1- und Le Mans-Veteranen wie „Strietzel“ Stuck ein umso intensiveres Erlebnis. Das hatten die meisten der Biker sicher ebenso, wie beispielsweise mit einer NSU Delphin III, die 1956 einen Geschwindigkeitsrekord für Motorräder aufstellte oder einer 1973er Ducati Scrambler auf die Strecke gingen.

Entschleunigter wurde es dann bei unserer Demofahrt in einem Volkswagen Kombi – besser bekannt als T2 Bulli. In Brasilien lief der Klassiker bis 2013 fast unverändert vom Band und wurde mit dem schicken Sondermodell Last Edition gebührend verabschiedet. Während unserer Fahrt „durchbrach“ das Exemplar der Autostadt erst die 100-km-Marke, was spontan mit einem ins Auto gereichten Bierchen der feiernden Zaungäste gefeiert wurde. Das über 60-jährige Bestehen des brasilianischen VW-Werkes würdigte die Autostadt zudem mit der Ausstellung weiterer, speziell für den dortigen Markt produzierter Modelle wie dem Volkswagen SP2, Gurgel X-12 und Brasília. Insgesamt war die Marken- und Produktvielfalt des Volkswagen Konzerns bei den Classic Days wieder so enorm, dass wir leider gar nicht alle Exponate von Audi, Bentley, Seat, Skoda und VW vorstellen können. Da zeigt es sich wieder, der Besuch auf Schloss Dyck lohnt sich auch nächstes Jahr (31.07. – 02.08.) wieder und ganz wichtig – ausreichend Zeit mitbringen!

Classic Days Teil 2: FCA mit Abarth, Alfa Romeo und Fiat

Classic Days Teil 3: Ford

Classic Days Teil 4: Jaguar Land Rover

Classic Days Teil 5: Mercedes-Benz