Best of: Classic Days Schloss Dyck 2016 (Video)

09.08.2016 | Christian Sauer | Lifestyle, News, Testrides

Classic Days Schloss Dyck 2016 Mercedes-Benz 120
Bei der 11. Auflage des Klassiker- und Motorfestivals waren neben Oldtimern und Youngtimern in idyllischer Atmosphäre, auch Renn- und Sportwagen in Aktion zu bewundern. Wir gingen diesmal mit drei ganz besonderen Exemplaren auf die Strecke.

Wenn rare, hoch gehandelte Supersportwagen auf abgemähten Feldern parken und ihre Besitzer mit VIP-Einladungen andere Wagen bejubeln, dann befand man(n) sich früher entweder in Le Mans oder in Goodwood. Doch seit 11 Jahren lockt weder das 24h-Rennen, noch das Festival of Speed oder das Revival PS-begeisterte Menschen jedes Alters Anfang August zu sich, sondern die Classic Days auf Schloss Dyck bei Düsseldorf. Zu Ehren von Graf Berghe von Trips (1928 – 1961), einem der erfolgreichsten deutschen Rennfahrern aller Zeiten, richtet der gemeinnützige Verein mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer die 3-Tages-Veranstaltung aus, die jedes Jahr mehr Besucher anzieht und auch in der Größe wächst.

Geboten wird sehr viel, von perfekt restaurierten Oldtimern im Rahmen der „Jewels in the Park“, über fahrfähige Vorkriegsfahrzeuge, niedliche PKWs und Zweiräder aus der Zeit des Wirtschaftswunder bis hin zu US-Cars jeden Alters bei „Stars & Strips“ und Rennwagen auf dem fast drei Kilometer langen Rundkurs. Dahin zieht es uns von Natur aus jedes Jahr und diesmal pilotierten wir einen 1969er Fiat 124.

 

Die sportlichen Marken von Fiat Chrysler Automobiles demonstrierten die ganze Bandbreite ihrer Historie. Legendäre Klassiker von Abarth, Alfa Romeo, Fiat und Lancia gingen an den Start und die Palette reichte vom kultigen Kleinwagen Fiat Topolino von 1950 bis zu PS-Monstern der Rallye-Weltmeister wie den Lancia Stratos und Lancia 037 Rally, mit dem wir bereits vor zwei Jahren einige Demonstrationsrunden drehen durften. Ähnlich lautstark waren die hochdrehenden Renntriebwerke von Abarth 131 Rally und Alfa Romeo Giulia Sprint GTA sowie der für die Formel 2 entwickelte Sechszylinder im Fiat Dino Spider, den wir letztes Jahr fuhren.

Der Strahlkraft des Fiat Dino Spider steht der Fiat 124 Sport Spider nur wenig nach, der allerdings in ganz anderen Stückzahlen gebaut wurde. Knapp 200.000 Exemplare des schnittigen Cabriolets fanden zwischen 1966 und 1984 vor allem amerikanische Käufer. Aus der Sammlung von FCA Germany stammt das 1969er Modell, das bei den Schloss Dyck Classic Days an eine weitere erfolgreiche Kooperation zwischen Fiat und Pininfarina erinnerte. Und noch eine weitere Parallele zum Fiat Dino Spider besteht: Auch der 1,5-Liter-Motor des Fiat 124 Sport Spider ist mit zwei obenliegenden Nockenwellen, Querstrom-Zylinderkopf aus Leichtmetall und – für die Zeit revolutionär – Zahnriemen aus Kunststoff ein Meisterwerk von Aurelio Lampredi. Zusammen mit dem geringen Gewicht von unter einer Tonne beschert(e) der 90-PS-Vierzylinder dem Cabrio ein sportliches Fahrerlebnis, dass sich bis auf die geringe Bremskraft selbst heute noch sehen lassen kann. Den Bogen in die Gegenwart wurde mit einer Ausstellung aktueller Modelle wie dem neuen Cabriolet Abarth 124 Spider und der neuen, von uns bereits getesteten Sportlimousine Alfa Romeo Giulia geschlagen. Außerdem waren die Marken Abarth, Alfa Romeo, Fiat und Lancia mit einem offiziellen Fanshop vertreten.