Klassik? – Klasse! – Die Classic Days auf Schloss Dyck

08.08.2014 | Anja Sauer | Lifestyle, News, Testrides

Schloss dyck Teaser 1
Beim diesjährigen Klassiker- und Motorfestival auf Schloss Dyck bei Düsseldorf gab es wieder einmal viele lebende Legenden zu bestaunen – sowohl bei den Autos als auch bei den Rennfahrern. Drivers Club Germany Redakteurin Anja Sauer war dabei und wollte gar nicht mehr nach Hause.

Von Alfa bis Volkswagen – von 1910 bis heute. So groß war die die Vielfalt und die Zeitspanne der Klassiker auf zwei bis vier Rädern beim neunten Trips Memorial, den Classic Days auf Schloss Dyck. Dass ich hierbei nicht jedes der wunderschönen Mobile erwähnen kann, sei mir verziehen. Ich gebe mein bestes, um ein paar Highlights herauszupicken. Unter anderem waren da die unzähligen Autos des diesjährigen Hauptsponsors Volkswagen, die mit einigen VW-Modellen sowie diversen Renn- und Rallye-Fahrzeugen der Marken Audi und Porsche von Volkswagen Classic in Szene gesetzt oder gefahren wurden. Der Berlin-Rom-Wagen, der erste Porsche überhaupt, von 1938 mit seinen stromlinienartigen Formen ging ebenso auf die Strecke, wie das „Zukunftsmobil“ XL1.

 

Apropos Zukunft: Beeindruckend und, wie wir finden, sehr passend für dieses Event war das Original-Filmfahrzeug von „Zurück in die Zukunft“, der DeLorean DMC-12  in einem nachgebauten Labor von Doc Brown – natürlich fahrtüchtig. Neben diesem amerikanischen Flitzer strahlten auch einige andere „Amis“ von Chevrolet oder Cadillac im Stars and Stripes-Corner mit der Sonne um die Wette. Auch Mustangs waren am Start, aber darüber wird es einen separaten Bericht geben. Dazu noch klassische Jazz-Musik mit einer Prise dem Zeitgeist entsprechender Kleidung und perfekt ist die Reise in die Vergangenheit.

Ein weiterer Pflicht-Punkt beim Rundgang durch den traumhaft gestalteten Park von Schloss Dyck ist der Concours D’Elegance, eine Ausstellung sehr rarer und teurer Fahrzeuge auf einer Halbinsel, welche von erfrischendem Wasser umgeben ist – gut, keines der im Park ausgestellten oder auf dem Rundkurs fahrenden Autos ist wirklich günstig zu haben, so auch der seltene Fiat Dino 2400 Spider aus dem Jahre 1969, den ich tatsächlich eigenhändig über die ca. drei Kilometer lange Rundstrecke führen durfte – welch eine Ehre wurde mir da zuteil, diese Atmosphäre vom Fahrersitz des leuchtend roten Cabrios einsaugen zu dürfen. Fast die ganze Strecke war gesäumt von Auto- und Rennsport-Enthusiasten, die unersättlich winken und lächeln – ich kann nur sagen: unbezahlbar, unvergesslich.  Ebenfalls unvergesslich war die Fahrt im krachend lauten Lancia Rally 037 von 1983, der von unserem Chefredakteur Christian Sauer gelenkt wurde. Ich saß dabei auf dem Beifahrersitz und na ja, ich hätte mich neben Walter Röhrl wohler gefühlt, denn mit seiner Erfahrung hätte mich vielleicht etwas mehr entspannt.