Vermächtnis des Rekord-Weltmeisters: Citroën DS3 Racing

07.11.2013 | Christian Sauer | Testrides

Citroen DS3 Racing Drivers Club Germany

Drivers Club Germany Chefredakteur Christian Sauer testete den ehemaligen Dienstwagen von Rallye-Weltmeister Sébastian Loeb auf der Straße. Hier sein Fahrbericht.

Die goldenen Zeiten scheinen für Citroën in der Rallye-WM vorbei: Erst der Einstieg von VW mit dem schon in der Premierensaison unschlagbaren Polo R WRC samt Sébastian Orgier am Steuer und dann auch noch der Ausstieg des neunmaligen Weltmeisters Sébastian Loeb. Doch zumindest sein Vermächtnis bleibt – der Citroën DS3 Racing.

 

Auch ohne die optionalen Aufkleber gibt sich der sportlichste Citroën mit Straßenzulassung sofort als Abkömmling des erfolgreichen Rennwagens zu erkennen. Dafür sorgen bei unserem Testwagen das in orange lackierte Dach und die farblich passenden 18-Zoll-Aluräder mit 215er Niederquerschnittsreifen von Bridgestone. Eingerahmt werden sie ringsum durch Kohlefaser-Anbauteile. Echtes Carbon findet sich ebenso im Cockpit, beispielsweise am Dreispeichenlenkrad oder in der Mittelkonsole wieder. Respekt – wo andere Hersteller teilweise sogar bei ihren Topmodellen durch spürbar billigere Folien-Lösungen an der falschen Stelle sparen, geizt Citroën nicht mit dem teurem High-Tech-Material aus dem Motorsport.

Insgesamt gibt die Qualität der verwendeten Materialien und deren Verarbeitung kaum Grund zur Kritik, Potential zur Optimierung zeigt sich dennoch an der ein oder anderen Stelle. Nahezu perfekt präsentieren sich hingegen die Sportsitze mit Alcantara-Leder-Kombination und integrierten Kopfstützen. Selbst groß gewachsene Piloten finden dank der Höhenverstellung und dem ausgeprägten Seitenhalt beste Bedingungen für die nächste Wertungsprüfung. Statt einem Roadbook für den Co-Piloten hilft als eine der wenigen Sonderausstattungen das bereits aus anderen Modellen des PSA-Konzerns bekannte Navigationssystem beim Finden des richtigen Weges. Dessen Bedienung ist unserer Meinung nach (weiterhin) nicht optimal und wir würden uns lieber einen Touchscreen wie im Peugeot 208 GTi wünschen. Analog zum verwandten Kompaktsportler gibt es den DS3 Racing ebenfalls nur mit einer Handschaltung und nicht mit einem automatisiertem Getriebe samt Schaltwippen. Die Schaltwege könnten ruhig noch ein bisschen kürzer sein, aber dennoch lassen sich damit die sechs Gänge recht präzise sortieren.