Yes we can! Cadillac ELR mit Range-Extender

20.02.2013 | Christian Sauer | News

Cadillac ELR Drivers Club Germany

Die Nobelmarke aus dem GM-Konzern feiert auf dem Genfer Salon im März die Europa-Premiere des elektrischen Luxuscoupé ELR. Es soll die Range-Extender-Technologie vom Opel Ampera und Chevrolet Volt in die Oberklasse importieren. Ob das funktionieren kann?

Der Dienstwagen des US-Präsidenten wird traditionell von Cadillac gestellt und „The Beast“ genannt. Da macht auch Barack Obama keine Ausnahme. Extrem stark gepanzert ist die Sonderanfertigung so schwer wie ein Panzer und der Benzin-Verbrauch sicherlich vergleichbar hoch, wenn auch nicht offiziell bekannt. Generell stand Cadillac in der Vergangenheit vor allem für große und luxuriöse Straßenkreuzer „Made in the USA“. Effizienz und Spritsparen waren bislang nicht unbedingt Attribute, die man der GM-Tochter zuschreiben konnte – da konnte auch der riesige Escalade mit Hybrid-Antrieb nicht viel ändern. Doch nun haben die Amerikaner einige kleinere Modelle im Programm und wollen mit dem elektrischen Luxuscoupé ELR richtig durchstarten. Besonders interessant: Es nutzt die gleiche technische Plattform wie der Opel Ampera und der Chevrolet Volt.

Der ELR kommt Anfang nächsten Jahres zunächst in den USA, danach in Europa und China auf den Markt. Er soll eine luxuriöse Anmutung, fortschrittliche Technologie und progressives Design in einem ebenso sportlichen wie umweltfreundlichen Coupé vereinen. Wie die anderen Modelle von Cadillac wird der ELR durch sein markantes und eigenständiges Design auffallen.

 

 Dazu kommt die bereits vom Opel Ampera und seinem Konzernbruder Chevrolet Volt bekannte Range-Extender-Technologie (EREV) zum Einsatz. Durch die Kombination von reinem Elektroantrieb und effizientem 1,4-Liter-Verbrennungsmotor zur Reichweitenverlängerung entsteht mit nur einer einzigen Batterieladung und einer Tankfüllung ein durchaus alltagstauglicher Aktionsradius von rund 480 Kilometern. Ob in der Stadt oder auf der Landstraße: Mit den unmittelbar anliegenden 400 Nm Drehmoment wird sich das Beschleunigen oder Überholen mit dem ELR recht mühelos gestalten. Die nötige Energie liefert die T-förmige Lithium-Ionen-Batterie mit einem Speichervermögen von 16,5 kWh. Sie kann an haushaltsüblichen 230-Volt-Steckdosen in etwa 4,5 Stunden geladen werden.

Darüber hinaus verfügt der ELR über ein aufwendig konstruiertes Fahrwerk mit elektronischer Dämpferregelung und über moderne Sicherheitsfeatures. Im Innenraum gibt es serienmäßig das sog. Cadillac User Experience (CUE) mit Navigation- und Infotainmentfunktionen, die sich per Sprach- und Gestenerkennung ähnlich wie bei Smartphones und Tablets steuern lassen.

Wem das nicht unumstrittene Design des Opel Ampera oder des eng verwandten Chevy Volt nicht zusagt, findet mit dem neuen „Caddy“ vielleicht eine reizvolle Alternative. Die eher ungewöhnliche Formensprache ist wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmacks, aber individuell und luxuriös scheint der Ami allemal zu sein. Fraglich ist allerdings, wie teuer oder günstig der ELR angeboten wird und warum Interessenten hierzulande noch so lange auf die Markteinführung warten müssen.

 

Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, gibt es hier das Video der spektakulären Testfahrt unseres Chefredakteurs Christian Sauer mit dem Opel Ampera auf der Nürburgring-Nordschleife.