408,84 km/h: Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse

11.04.2013 | Christian Sauer | News

Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse World Record Car Edition Drivers Club Germany

Während der Streit um den Titel des schnellsten Serienauto der Welt zwischen dem Bugatti Veyron 16.4 Super Sport und dem amerikanischen Underdog Hennessey Venom GT weiter geht, legt der Volkswagen-Konzern nach: Mit 408,84 km/h fährt der Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für offene Seriensportwagen ein.

Der schnellste Roadster der Welt heißt – wen wundert es –  Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse. Nach der spektakulären Weltrekordfahrt des Bugatti Veyron 16.4 Super Sport im Jahr 2010, bei der das Coupé unter Aufsicht des TÜV die bis heute unerreichte Höchstgeschwindigkeit von 431,072 km/h erreichte, hat Bugatti jetzt nachgelegt. Auch die offene Version des 1.200 PS-Supersportwagens, der Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse, ist jetzt offizieller Weltrekordhalter. Ebenfalls vom TÜV überwacht und bestätigt, hat der Bolide auf dem Prüfgelände des Volkswagen Konzerns in Ehra-Lessien nördlich von Wolfsburg mit geöffnetem Dach eine Höchstgeschwindigkeit von 408,84 km/h erreicht und ist damit der schnellste offene Seriensportwagen der Welt.

„Wir hatten die Höchstgeschwindigkeit für offenes Fahren im Vitesse bei dessen Einführung auf 375 km/h festgelegt. Dennoch ließ uns der Gedanke nicht los, auch hier die 400 km/h-Grenze zu überschreiten. Dass es jetzt gelungen ist, sogar 408 km/h zu fahren, begeistert mich und belegt erneut die technologische Führungsrolle, die Bugatti in der internationalen Automobilindustrie spielt“, kommentiert Dr. Wolfgang Schreiber, Präsident Bugatti Automobiles S.A.S., das Ergebnis.

 

Pilotiert wurde der Vitesse vom chinesischen Unternehmer und passionierten Rennfahrer Anthony Liu. „Das war ein sehr aufregendes Erlebnis“, schilderte der 29-jährige seine Eindrücke nach der Rekordfahrt. „In den Trainingsrunden hatten wir bereits über 400 km/h geschafft. Dass ich diese unglaubliche Geschwindigkeit dann noch einmal deutlich überbieten würde, macht mich sehr stolz. Der Vitesse ist auch bei hohen Geschwindigkeiten unglaublich komfortabel und stabil. Mit offenem Dach erlebt man den Motorensound unmittelbar, und selbst bei dieser Geschwindigkeit spürte ich keine Beeinträchtigung durch den Wind.“

Der Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse ist seit Frühjahr 2012 auf dem Markt. Er schöpft seine Kraft aus einem acht Liter großem W16-Motor, der wahnwitzige 1.200 PS und ein Drehmoment von1.500 Nm bei 3.000 bis 5.000 Touren auf die Straße bringt. Sein hochleistungsorientiertes Handling verdankt er einem Rennsportfahrwerk, das im Zusammenspiel mit extrem schnell ansprechenden Dämpfern und verstärkten Stabilisatoren eine exakte Kontrolle des Allradsystems und des gesamten Fahrzeugs gewährleistet. Das serienmäßige Voll-Carbon-Monocoque mit hoher Verwindungssteifigkeit und die vollständig aus Kohlefaser bestehende Außenhaut sind weitere Faktoren, die ermöglichen, derartige Leistungen im Grenzbereich zu erzielen. Bei offenen Fahrzeugen kommt es zudem darauf an, Windgeräusche und Luftverwirbelungen im Innenraum möglichst gering zu halten. Im Vitesse gewährleisten ein speziell entwickelter Dachkantenspoiler sowie ein aufwändig konzipiertes Windschott absolut entspanntes offenes Fahren und waren Voraussetzung für die Weltrekordgeschwindigkeit von 408,84 km/h.

Eigens für die Weltrekordfahrt erhielt der Vitesse außen und innen eine an den geschlossenen Super Sport angelehnte Bicolor-Optik in schwarz und orange, die seine inneren Werte perfekt in sein äußeres Erscheinungsbild übersetzt. Analog dessen wird es von diesem besonderen Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse eine World Record Car (WRC)-Edition geben, die auf acht Fahrzeuge limitiert ist. Der Preis pro Fahrzeug beträgt 1,99 Millionen Euro (zzgl. Steuern ; ).

Der Weltöffentlichkeit wird das Weltrekordauto erstmals auf der Auto Shanghai 2013 vom 21. bis 29. April präsentiert. Um das Warten zu verkürzen, gibt es in den nächsten Tage bei uns auf Drivers Club Germany den (Fahr)Bericht unseres Chefredakteurs Christian Sauer, der den Bugatti-Firmensitz in Molsheim besuchte und den Veyron Super Sport testete.