Britischer Edel-Laster: Jaguar XF Sportbrake im Test

13.10.2013 | Christian Sauer | Testrides

Jaguar XF Sportbrake Drivers Club Germany Test

Während Jaguar auf der IAA in Frankfurt mit der Studie C-X1 einen Ausblick auf eine mögliche SUV-Variante gewährte und demnächst eine ultrastarke R-Version des XF Sportbrake präsentiert, testete unser „Gastautor“ George aus England die derzeit vernünftigste Möglichkeit, einen Jaguar zu fahren.

Sportlich, elegant und exklusiv – das waren die Modelle von Jaguar bislang (fast) immer. Doch um auch wirtschaftlich in die Zukunft fahren zu können, bedurfte es einer größeren Stückzahl. Das erkannte schon der Ford-Konzern, zu dem Jaguar seit 1989 gehörte, und versuchte dies mit dem X-Type und dem S-Type zu erreichen. Für viele Fans der britischen Traditionsmarke waren aber gerade diese beiden Modelle der Tiefpunkt der über 90-jährigen Unternehmensgeschichte. Gelungener scheint hingegen der XF, der nach der Übernahme von Jaguar und der Schwestermarke Land Rover durch den indischen Tata-Konzern 1997 neue Hoffnung verbreitete. Inzwischen werden zahlreiche Versionen der Mittelklasse-Limousine mit Heck- oder Allradantrieb, modernen Benzin- oder Dieseltriebwerken angeboten.

 

Weiteren Schwung erhofft sich Jaguar mit der, nicht wie beim X-Type damals „Estate“, sondern „Sportbrake“ getauften Kombi-Version des XF. Mit 4,96 Metern Länge fällt sie unwesentlich länger als die Limousine aus und auch der Kofferraum bietet im normalen Zustand mit 550 Liter kaum mehr. Seine wahre Größe offenbart der Sportbrake erst, wenn die getrennt umklappbaren Rücksitze den Weg für bis zu 1.675 Liter Gepäck frei machen. Gegen Aufpreis gibt es eine elektrische Heckklappe, serienmäßig ist der Sportbrake mit einer Luftfederung an der Hinterachse samt Niveauregulierung ausgestattet. Sie soll auch bei voller Beladung für einen guten Kompromiss zwischen Komfort, Sicherheit und Fahrdynamik sorgen. Diese nicht ganz einfache Aufgabe meistert das Fahrwerk samt maximal 19 Zoll großen Leichtmetallfelgen mit Bravur. Doch wie viel Fahrspaß kann ein Jaguar-Kombi mit Dieselmotor machen?