Messerundgang: boot Düsseldorf 2015

20.01.2015 | Christian Sauer | Lifestyle, News

boot Düsseldorf 2015 Lagoon Cat

Unter den 1.700 großen und kleineren Schiffen auf der boot Düsseldorf gibt es natürlich auch interessante Segelyachten zu entdecken. Auf unserer Suche werden wir vor allem in den Hallen 15 und 16 fündig.

Lagoon 450
Unüberschaubar werden Mehrrumpfboote / Multihulls, also Katamarane mit zwei und Trimarane mit drei Rümpfen immer beliebter. Modelle wie die französische Lagoon 450 bieten bei gleicher Länge, in diesem Fall 14 Meter, durch die enorme Breite von fast acht Meter deutlich mehr Platz und ein sicheres Segels als Yachten mit einem Rumpf. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Tiefgang von nur 1,30 Meter, mit dem fast auf dem Strand „geparkt“ werden kann. Von dem mindestens 450.000 Euro kostenden Katamaran wurden seit 2011 bereits über 400 Exemplare verkauft.

Moody DS54
Nochmal rund 200.000 Euro teurer ist die 17 Meter lange Moody 54 mit Decksalon. Die zur Greifswalder Hanse-Werft gehörende Traditionsmarke will mit dem Konzept aus „One Level Living“, also dem barrierefreiem Leben zwischen innen und außen, guten Segeleigenschaften auch bei kleiner Crew und einer hervorragenden Verarbeitung punkten. Hauptzielgruppe für diese in Serie gebauten Modelle sind erfahrene und komfortorientierte Segler, die selbst auf hoher See nicht auf gute Segeleigenschaften verzichten möchten.

 

Hallberg Rassy 64
Aus Schweden reiste die knapp 20 Meter lange und 36 Tonnen schwere HR 64 über den Rhein nach Düsseldorf. Das Flaggschiff der renommierten Werft Hallberg Rassy ist für 2,16 Euro Millionen Euro plus Mehrwertsteuer zu haben. Dabei handelt es sich um ist eine Fahrtenyacht der Superlative mit 250 Quadratmetern Segelfläche und einem 27 Meter hohen Mast, auf den für die Ausstellung in den Messehallen natürlich verzichtet werden musste. Auf dem Wasser kann sie trotz ihrer Größe leicht von zwei Personen gesegelt werden. Alle wichtigen Segelfunktionen sind per Knopfdruck vom Cockpit aus steuerbar. Unter Deck ist sie mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten für lange Reisen ausgestattet: Gefriertruhen, Kühlschränke, Wasch- und Spülmaschine, Salzwasseraufbereitung sowie Elektroherd und Mikrowelle, um nur einiges zu nennen. Das Interieur ist skandinavisch edel und hell. Neben dem geräumigen Salon bietet die HR 64 bis zu vier Kabinen, je nach Wunsch des Kunden.

Oyster 825
Auch ohne die Segel zu hissen, beeindruckt die 25 Meter lange und über fünf Millionen Euro teure Oyster 825 als längste und teuerste Segelyacht der diesjährigen boot Düsseldorf. Weite, freie Decksflächen und große Rumpffenster gehören zu den auffälligen Merkmalen des neuesten Modells der britischen Werft. Gegenüber ihrer Vorgängerin, der seit 2002 schon rund 20 Mal gebauten Oyster 82, hat die neue Oyster 825 rund 15 Prozent mehr Volumen im Rumpfinneren. Dieser zusätzliche Raum wurde vom Werft-eigenen Design Team verwendet, um die drei Kabinen achtern für den Eigner sowie für seine Gäste zu vergrößern und um gleichzeitig eine klare Trennung zum Crewbereich zu schaffen. So kann die bis zu vierköpfige Mannschaft auf der Yacht diskret arbeiten, ohne zu stören. Der große Salon über die gesamte Schiffsbreite ist ebenso hell wie großzügig und dieses Gefühl wird durch das gläserne Schiebeluk noch verstärkt.

 

Das elegante Interieur-Styling der bisherigen Oyster-Yachten wurde für die neue 825 noch weiter verfeinert. So bietet sie einerseits ein echtes „Superyacht-Feeling“ beim Komfort und Stil, kann aber andererseits durchaus noch vom Eigner mit der Familie oder Freunden an Bord selber gesegelt werden – wobei immer die Möglichkeit besteht, sich von der professionellen Crew unterstützen zu lassen. So lassen sich auf langen Passagen locker 250 Seemeilen am Tag zurückzulegen. Das große, ergonomisch geplante Cockpit ist so gestaltet, dass die Gäste komfortabel und sicher, frei von den Arbeiten am Segeltrimm sitzen können. Die weiten Decksflächen sind vorne ebenso wie achtern ideal zum Sonnenbaden und dem Empfang von Gästen – selbst „im trockenen“ auf der boot Düsseldorf.