Leinen los – boot Düsseldorf 2014

18.01.2014 | Christian Sauer | Lifestyle, News

boot Düsseldorf 2014 Drivers Club Germany
Zum 45. Mal gibt es auf der Messe in Düsseldorf vom Schlauchboot bis zur millionenschweren Luxusyacht jede Menge zu sehen. Wir nehmen die größte und teuerste Yacht genauer unter die Lupe.

Sie gilt als Europas wichtigste Indoor-Messe für alle, die gern am, im, über oder unter Wasser Ihre Freizeit verbringen. Insgesamt 1.661 Aussteller aus 60 Ländern sind dieses Jahr „an Bord“ und präsentieren noch bis zum 26. Januar in 17 Messehallen mit insgesamt 213.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche aktuelle Neuheiten und Trends für Taucher, Angler, Segler, Surfer & Co. Besonders beliebt bei den staunenden Besuchern ist wieder einmal die Halle 6 mit den Superyachten. Duzende Traumschiffe für jeweils mehrere Millionen Euro Anschaffungspreis haben dort ihren Ankerplatz gefunden und laden zum Träumen ein. Die meisten davon sind bereits vor Wochen auf dem Wasserweg nach Düsseldorf gereist, um dort mit Hilfe vom Schwerlastlift „Big Willi“ aus dem Rhein gehievt zu werden um dank starker Zugmaschinen ihren Landgang auf das Messegelände anzutreten.

 

Darunter ist auch die Princess 98 MY, die größte Yacht in diesem Jahr. Die Zahl „98“ steht dabei für die Länge in Fuß, was ungefähr 30 Metern entspricht. In Anbetracht der Megayachten von Roman Abramowitsch & Co. mit weit über 100 m Länge scheinen die in Düsseldorf gezeigten Exponate nur Mittelklasse zu sein. Steht man aber dann leibhaftig vor bzw. unter ihnen, ist Staunen garantiert. Anders als im Mittelmeer oder anderen In-Spots für Yacht-Eigner liegen die Schiffe nämlich im trockenen und zeigen somit ihre gesamten Ausmaße – auch unter der Wasserlinie.

Im Fall der Princess ist es ein dunkler Rumpf mit 1,83 m Tiefgang. Fein poliert, strahlt er mit den glänzenden Augen der Besucher um die Wette, deren Gesichter sich dort widerspiegeln. Kleine integrierte Propeller – sog. Bugstrahlruder – helfen dem Besitzer oder seiner Crew samt Kapitän später im Wasser beim Manövrieren der rund 100 Tonnen Leergewicht. Dazu kommen dann noch 1.600 Liter Trinkwasser und 11.000 Liter Treibstoff. Die rauschen durch die Brennräume der beiden Motoren mit jeweils zwischen 1.925 und 2.637 PS. Das muss man sich mal vorstellen: über 5200 PS können es sein, die auf die beiden Schiffsschrauben am Heck wirken. Aus bestem Metall und nach aller Kunst gefertigt, sind die nicht gerade kleinen Schräubchen echte Kunstwerke, die sich aber den Blicken der meisten Besucher entziehen.

Gleiches gilt für die weiteren technischen Features und das luxuriöse Innenleben. Durch die Bullaugen oder größeren Seitenfenster einen Blick ins Innere zu erhaschen, ist fast unmöglich. Diese sind schließlich verspiegelt oder dunkel getönt, um möglichst wenig Sonnenstrahlung und Hitze in die wohl klimatisierten Gemächer hineinzulassen. Dort hinein Einlass zu bekommen, ist nur wenigen Besuchern vorbehalten.