Kleiner Giftzwerg mit großem Namen: Audi S1

12.02.2014 | Anja Sauer | News

Audi S1 Drivers Club Germany
Audi präsentiert in Genf den S1 und den S1 Sportback, die neuen Topmodelle der kompakten A1-Baureihe. Nicht nur der Name erinnert an eine Legende.

Schon in den 80er Jahren erwarb sich Audi mit dem damaligen S1 einen legendären Ruf und dominierte die Rallye-WM . Jetzt kommt das Kürzel zurück – und zwar auf die Straße: Der S1 und der S1 Sportback bilden die neue sportliche Speerspitze der kompakten A1-Baureihe, zugleich runden sie das Portfolio der S-Modelle von Audi nach unten ab. Mit den sportlichen Kleinwagen will Audi vor allem MINI dynamische Kunde abjagen.

Als Antrieb dient ein Hochleistungs-Vierzylinder. Der mit einem Abgasturbolader versehene 2.0 TFSI leistet 231 PS und produziert bis zu 370 Nm Drehmoment. Der Zweiliter beschleunigt den Audi S1 und den S1 Sportback in 5,8 beziehungsweise 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h. Im Mittel soll sich der sportlich-sonor klingende TFSI dennoch mit nur 7,0 beziehungsweise 7,1 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer begnügen.

Wie alle S-Modelle von Audi haben auch der S1 und der S1 Sportback den permanenten Allradantrieb quattro an Bord. Sein Herzstück ist eine an der Hinterachse platzierte hydraulische Lamellenkupplung. Ihre eigens abgestimmte Regel-Software ist betont dynamisch ausgelegt. Die elektronische Quersperre mit der weiterentwickelten radselektiven Momentensteuerung ist zweistufig abschaltbar und ergänzt die Arbeit der Lamellenkupplung mit zusätzlichen, fein dosierten Bremseingriffen an den kurveninneren Rädern – das Zusammenspiel beider Systeme soll das Handling extrem agil, präzise und stabil machen.

Das Fahrwerk wurde ebenfalls aufwendig überarbeitet. Die elektromechanische Servolenkung ist neu entwickelt. Modifizierte Schwenklager an der Vorderachse steigern die Spontaneität beim Einlenken. Im Heck ersetzt eine Vierlenker-Konstruktion die Verbundlenker-Hinterachse der A1-Modelle. Das Setup ist sportlich-straff und die Stoßdämpfer können wie der Motor per Fahrdynamiksystem Audi drive select  in mehreren Stufen eingestellt werden.

Ein vergrößerter Hauptbremszylinder sowie großzügig dimensionierte Scheibenbremsen – vorne mit 310 Millimeter Durchmesser – sorgen für eine sehr gute Verzögerung. Auf Wunsch können an der Vorderachse rote Bremssättel mit S1-Logo bestellt werden. Ab Werk fahren die beiden sportlichen Kompaktmodelle auf 17 Zoll-Rädern mit Reifen im Format 215/40, optional montiert Audi 18 Zoll-Räder mit Reifen der Dimension 225/35.

Schon auf den ersten Blick geben sich der Audi S1 und der S1 Sportback als die Topmodelle der A1-Baureihe zu erkennen. Ihre Xenon plus-Scheinwerfer sind komplett neu und auch die LED-Heckleuchten haben eine neue, horizontal ausgerichtete Schlusslichtgrafik erhalten. Viele Details – vor allem am Front- und Heckstoßfänger, an den Seitenschwellern und an der Abgasanlage – sind markanter gestaltet. Vier neue Außenfarben ergänzen das Angebot. Das optionale Optikpaket quattro Exterieur schärft den Look weiter, unter anderem mit einem großen Dachflügel.

Das Innere der beiden kompakten Sportmodelle ist in dunklen Tönen gehalten; schwarz dominiert, auch an den Manschetten der Luftausströmer. Die Instrumente haben S-spezifische dunkelgraue Skalen, die Pedalkappen bestehen aus gebürstetem Edelstahl. Alternativ zu den serienmäßigen Sportsitzen montiert Audi die S-Sportsitze mit  integrierten Kopfstützen. Auf Wunsch setzt das Optikpaket quattro Interieur auffällige Farbakzente.

Der Audi S1 und der S1 Sportback, die im 2. Quartal 2014 zu den Händlern in Deutschland kommen, kosten 29.950 Euro beziehungsweise 30.800 Euro.