Vorgeschmack auf den A9: Audi prologue

19.11.2014 | Christian Sauer | News

Audi prologue A9
Audi präsentiert auf der L.A. Motor Show die Studie eines großen Luxus-Coupés und gleichzeitig damit die zukünftige Designsprache der Marke mit den vier Ringen.

Allerdings ist das Konzeptfahrzeug mit dem markanten Singleframe-Grill gleich auf den ersten Blick als Audi erkennbar. Mit einer Länge von 5,10 Metern, 1,95 Metern Breite und 1,39 Metern Höhe ist das Konzeptfahrzeug etwas kürzer und flacher als die A8-Limousine. Doch die Änderungen im Detail sind deutlich: Die Scheinwerfer mit Laserlicht-Technik sind schmaler und keilförmig. Auffällig sind die großen Lufteinlässe sowie die Motorhaube, auf der zwei Sicken zum Logo führen. Auch die Seitenansicht zeigt eine deutliche Sicke. Dadurch werden die Radkästen mit den 22-Zöllern noch mehr betont. Der neue Audi-Designchef Marc Lichte nennt als Vorbild für die Kanten über den Radhäusern den Audi Ur-Quattro aus den 1980er Jahren. Einen besonderer Clou haben sich er und sein Team auch noch einfallen lassen – die grifflosen Türen öffnen sich nach Berührung der beleuchteten Sensorfläche elektromechanisch.

Auch der Innenraum wirkt futuristisch: Die Front der Instrumententafel ist in voller Breite als Anzeigefläche gestaltet und integriert drei Touch‑Displays. So kann nicht nur der Fahrer beispielsweise Assistenz- oder Mediensysteme steuern. Auch der Beifahrer hat ein vollständiges und in die Instrumententafel integriertes Display, von dem aus er Entertainmentfunktionen nutzen kann. Eine Butler-Software erkennt anhand seines Smartphones den Fahrer und stellt die Sitze und die Klimaanlage ein, Musik- oder Routenvorlieben kennt der Audi-Butler ebenfalls.

Angetrieben wird die Studie von einem Achtzylinder. Der 4.0 TFSI leistet 605 PS und gibt maximal 750 Newtonmeter Drehmoment ab. Mit diesem Aggregat beschleunigt der knapp 2.000 Kilogramm schwere Audi Prologue in 3,7 Sekunden auf Tempo 100. Die Dynamik‑Allradlenkung, bei der auch die Hinterräder bis zu fünf Grad einschlagen können, soll das große Coupé extrem handlich und fahrstabil machen. Wenn die Serien-Variante wahrscheinlich 2016 so auf den Markt kommen würde, bekommt vor allem Mercedes mit dem S-Klasse Coupé einen ernstzunehmenden Konkurrenten.