Audi e-Tron

18.09.2018 | Christian Sauer | News

Das erste Elektro-Großserienmodell von Audi tritt gegen den Mercedes-Benz EQC, Jaguar I-Pace und nicht zuletzt gegen das Tesla Model X an Hier die ersten Informationen. Die ersten Autos kommen Ende des Jahres auf die Straße, die Preise starten bei 79.900 Euro.

Preis und technische Daten des E-Auto-Trios liegen dann auch auf bemerkenswert ähnlichem Niveau der Mitbewerber. Der Audi wird von zwei Elektromotoren mit bis zu 300 kW/408 PS Leistung und einem Drehmoment von 660 Nm angetrieben, der nötige Strom kommt aus einem 95 kWh großen, flüssiggekühlten Akku im Fahrzeugboden und soll im Mittel rund 400 Kilometer weit reichen. Neue Maßstäbe setzt Audi hier zwar nicht, kann aber zumindest das deutlich ältere und rund 15.000 Euro teurere Model X auf Distanz halten.

Wichtigstes Thema jenseits der Fahrleistungen bleibt das Tanken. Audi bemüht sich, potenziellen Kunden die Bedenken zu nehmen und baut gemeinsam mit anderen deutschen Herstellern ein europaweites Ultraschnellladenetz auf. An den Säulen kann der E-Tron mit bis zu 150 kW Ladeleistung tanken, der Akku ist dann in rund einer halben Stunde wieder zu 80 Prozent voll. Weil das Netz noch sehr lückenhaft ist, werden Kunden in der Realität allerdings zunächst häufiger auf die üblichen CCS-Schnellladesäulen treffen, die zwei bis drei Stunden zum Volltanken benötigen. Laut Audi werden die meisten Kunden den E-Tron allerdings eh in der heimischen Garage an die Wallbox anschließen, wo der Ladevorgang rund achteinhalb Stunden dauert. Ab 2019 soll ein zweiter On-Board-Lader zu haben sein, der die Ladedauer an der Wallbox und an öffentlichen Wechselstrom-Ladesäulen halbiert. Keine sinnvolle Option ist angesichts des großen Akkus das Laden an der einfachen Schuko-Steckdose, wer diese Option wählt, sollte das Auto knapp zwei Tage nicht nutzen wollen.

Der E-Tron ist der erste Serien-Audi mit reinem Elektroantrieb. Technisch basiert er noch nicht auf der gemeinsam mit Porsche entwickelten Premium-Elektro-Plattform, sondern auf dem normalen Modellbaukasten der Marke – sein nächster Verwandter ist das Mittelklasse-SUV Q5. Im kommenden Jahr soll eine coupéhaft geschnittene Sportback-Variante folgen, danach dann weitere Modelle. Bis 2025 sollen zwölf reine Stromer im Portfolio stehen.