Technische Entwicklung: Quo vadis, Audi?

30.09.2014 | Mikhail Bievetskiy | News, Testrides

Audi Blogger Day 1
Drivers Club Germany hat sich in den Hauptsitz des bayerischen Premium-Herstellers begeben und über die neuesten technischen Errungenschaften informiert.

Mit von der Partie sind allerhand spannende Entwicklungen, die den automobilen Alltag leichter machen. So waren wir beispielsweise vom pilotierten Parken sehr beeindruckt. Dieses System erlaubt das Parken des eigenen Autos ganz bequem vom Smartphone aus, während man selbst schon im Café sitzt. Dabei werden der Status sowie Umfeldinformationen auf dem Smartphone-Display angezeigt.

Damit man jederzeit Herr der Lage ist, benötigt die Steuerung über das Smartphone einen dauerhaften Tastendruck für den Parkvorgang, damit man stets eingreifen kann. Löst man den Finger vom Display, wird der Prozess sofort unterbrochen. Unterstützt wird dieses System von unterschiedlichen Sensoren in der Front und am Heck des jeweiligen Fahrzeugs. Dabei sind je vier Sensoren vorne, vier hinten und vier seitlich angebracht und rangieren in Zusammenarbeit mit ebenfalls vier Kameras in eine vom MMI hinreichend groß bewertete Parklücke. Selbst an den Ausparkvorgang wurde gedacht: Die Richtung ist wählbar und wird durch eine Überwachung des Querverkehrs ergänzt, damit die vier Ringe keinen Schaden nehmen.

Rechtlich sei die Umsetzung dieses System in Deutschland möglich, wenn auch noch nicht final abgeschlossen. Für den Markt in den USA ist aktuell noch eine Prüfung der Rechtslage abzuwarten. Schließlich befindet man sich zum Thema der Haftbarkeit noch in Diskussionen mit diversen Versicherungen. Mit einer Etablierung am Fahrzeugmarkt sei in etwa drei bis fünf Jahren zu rechen. Die Skeptiker mögen sich fragen, inwieweit dieses System von Umwelteinflüssen abhängig ist. Beispielsweise, wenn die Kameras bei der Durchfahrt durch Schlamm oder Regen verschmutzen – schließlich haben die Ingolstädter einige SUV im Programm. In diesem Fall meldet der Assistent sofort eine Verschmutzung, sodass der Mensch doch noch zum Bindeglied zwischen Technik und Natur werden kann, um die Linse zu reinigen.

 

Eine weitere Neuerung aus der technischen Entwicklung stellt das bereits 2012 im Audi A3 vorgestellte Audi Connect-System dar, das mit Google Diensten versucht, den Autofahrer mit allerhand Informationen zu unterstützen. Neu hinzu kommen Funktionen wie etwa Verkehrsinfos über Google-Satelliten, das Wetter für den aktuellen Stand- und Zielort, die Information über Kraftstoffpreise über die Markttransparenzstelle oder Reise-Infos mit Vorlese-Funktion. Zusätzlich können Online-Nachrichten, wie die Tagesschau, oder persönlich eingestellte Feeds, die Einbindung von sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter – zur Verkehrssicherheit jedoch ohne Schreibe-Funktion – die Einblendung von Fluginfos und Zugverspätungen. Selbst hilfreiche Gimmicks wie Parkplatzinformationen inklusive anfallender Gebühren und der jeweiligen Belegung werden vom Audi Connect unterstützt. Dabei bleibt die Bereitstellung aktueller Navigationsdaten in den ersten drei Nutzungsjahren komplett kostenlos.

Doch Audi kümmert sich nicht nur um den Fahrer, sondern auch um die Gefahrenen. Für das nötige Entertainment auf den Rücksitzen sorgt das „Audi Tablet“. Es stellt ein Rear Entertainment Programm dar, für das zwar ein Anschluss benötigt wird, um es komplett ins Fahrzeug zu integrieren, doch dafür ist es portabel und kann bequem mit auf das heimische Sofa genommen werden. Das Android-basierte Tablet wird über einen eigenen „MyDesk“, also einen Home-Bildschirm, verfügen und soll etwa 700 Gramm wiegen.