Best of 2014: Aston Martin V8 Vantage N430

29.11.2014 | Christian Sauer | Testrides

Aston Martin V8 Vantage N430 Drivers Club Germany
Drivers Club Germany Chefredakteur Christian Sauer testete das neue Sondermodell, das ihm nicht nur durch die auffällige Lackierung in Erinnerung bleiben wird. Hier sein Fahrbericht samt Video.

Bislang fielen die meisten Aston Martin durch ihre Unauffälligkeit auf, was oft mit dem Begriff „Understatement“ beschrieben wird. Neben dem zeitlosen Design trugen auch überwiegend gedeckte Farben ihren Teil dazu bei. Angeboten werden natürlich schon länger zahlreiche Lackvarianten, doch seit einiger Zeit zeigt sich Aston Martin sogar offiziell farbenfroh. Dass sich das nicht nur auf die großen V12-Modelle wie die von uns letztes Jahr getesteten Vanquish und Rapide S beschränkt, beweist nun der V8 Vantage N430 als Coupé und Cabrio. Seine „Kriegsbemalung“ soll an die erfolgreichen Rennwagen der Gegenwart und Vergangenheit erinnern.

 

Bis auf wenige Details verzichtet der N430 weitestgehend auf glänzenden Chromzierrat und setzt beispielsweise beim Kühlergrill auf schlichtes Schwarz. Wer sich wie wir als Carbon-Fan outet, bekommt dies gegen Aufpreis auch für diverse Exterieur-Bauteile wie den Frontsplitter und Heckdiffusor. In Grafitgrau präsentieren sich zudem die besonders leichten 19-Zoll-Schmiederäder mit 285er Bridgestone Potenza Pneus hinten. Wie schon zu vermuten war, leuchten die Bremssättel der Stahlbremsen – Scheiben aus Carbon-Keramik werden nicht angeboten – natürlich auch in den Kontrastfarben.

Als Ziernähte veredeln sie ebenfalls das ansonsten komplett in Schwarz oder Hellgrau gehaltene Cockpit. Das für Aston Martin typische feine Leder wird beim Coupé großflächig durch rutschfestes Alcantara ergänzt. Aus Carbon gefertigt sind nicht nur die Zierblenden und die N430-Plakette auf den Seitenschwellern, sondern auch die Schalensitze mit fester Lehne. Sie sorgen zusammen mit den anderen Leichtbauteilen für eine Gewichtsreduzierung von rund 20 kg und für den Seitenhalt einer Schraubzwinge. Auf die elektrische Verstellung hätten wir zu Gunsten der Diät allerdings ebenso gerne verzichtet, wie auf die komplizierte Bedienung des Infotainmentsystems mit dem separaten Mini-Display für die Klimaanlage und den Sound zusätzlich zum ausfahrbaren Farb-Bildschirm für das Navi sowie die Rückfahrkamera. Das optionale 1000 Watt Bang & Olufsen Audiosystem klingt zwar beeindruckend und ist dazu ebenfalls ein optisches Highlight, aber die Musik spielt dennoch woanders.