Stärker und sportlicher: Aston Martin V12 Vantage S

29.05.2013 | Christian Sauer | News

Aston Martin V12 Vantage S Drivers Club Germany

Über gute Nachrichten aus dem Hause Aston Martin können sich Fans der britischen Traditionsmarke im 100. Jahr des Bestehens fast im Wochen-Takt freuen. Nach den Centenary-Sondermodellen, sowie dem von uns getesteten Rapide S und CC100 Speedster Concept folgt nun eine noch stärkere und sportlichere Version des V12 Vantage.

Der neue V12 Vantage S ersetzt den bisherigen V12 Vantage und ist mit 330 km/h abgesehen vom limierten Ausnahmesportler One-77 das derzeit schnelleste Straßenmodell von Aston Martin. Dank neuester Motorsteuerung von Bosch liefert der AM28 genannte sechs Liter große Zwölfzylinder nun 573 statt 517 PS. Gestiegen ist auch das Drehmoment von 570 auf 620 Nm ab 5.750 Touren. Doch bereits ab 1.000 Umdrehungen liegen 510 Nm an.

Einzug in den kompakten V12-Sportler hält das Sportshift III AMT (automated manual transmission) mit sieben Gängen, das in ähnlicher Form bereits im verwandten V8 Vantage S arbeitet und während einer kurzer Testfahrt, mit den schnellen Schaltvorgängen per Paddels bei uns einen guten Eindruck hinterließ. Daneben besitzt es gegenüber der bisherigen 6-Gang-Schaltung einen weiteren Vorteil – es spart 25 kg Gewicht ein. Wer dennoch der Handschaltung nachtrauert, wird vielleicht durch die erfolgreichen Einsätze in den Vantage GT4, GT3 and GTE Rennwagen überzeugt.

Doch nicht nur den Antriebsstrang hat Aston Martin überarbeitet: Premiere feiert in der Vantage-Familie das adaptive Fahrwerk mit drei Einstellungen, die das Fahrverhalten noch besser auf die Vorlieben des Piloten und den Einsatz anpassen sollen. Im Track- aber auch schon im Sport-Modus werden u.a. die Gasannahme, die Schaltzeiten und der Sound noch sportlicher. Hinzu kommt, dass das neue – sogar vom One-77 Hypercar abgeleitete – Auspuffsystem leichter und kompakter als bisher ausfällt.

Ebenfalls neu ist die ZF Servolenkung mit noch direkterer Übersetzung. Kombiniert mit der adaptiven Dämpfereinstellung bietet sie nun auch zwei Einstellungen – Sport oder Normal.

 

Optisch gibt sich der V12 Vantage S an dem neuen Kühlergrill mit Streben aus Karbon statt Aluminium zu erkennen. Angelehnt an das CC100 Speedster Concept, das auch als DBR100 bezeichnet wird und beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring sein Debüt feierte, soll es auch der Anfang einer neuen Design-Sprache bei Aston Martin sein. Runderneuert präsentieren sind auch die Aluräder und diverse Optionen zur Individualisierung des Exterieurs wie das schwarze Dach.

Im Interieur sind neue Leichtbausitze erhältlich, die mit verschiedenen Lederausstattungen oder Alcantara kombiniert werden können. Auf Wunsch präsentiert sich auch das Cockpit mit viel Karbon, was aus unserer Sicht gut zum sportlichen Charakter des Aston Martin V12 Vantage S passen wird.

Zu welchem Preis der neue Brit-Sportler in Deutschland zu haben sein wird, dazu gibt es derzeit noch keine Informationen. In Großbritanien wird er 138.000 Pfund, umgerechnet also rund 160.000 Euro kosten.