Öko-Renner: Aston Martin Rapide S Hybrid Hydrogen

12.04.2013 | Christian Sauer | News

Aston Martin Rapide S Hybrid Hydrogen Drivers Club Germany

Von den Qualitäten des Aston Martin Rapide S konnte ich unsere Redakteurin Anja Sauer erst vor kurzem in Spanien überzeugen. Jetzt treten die Briten mit einem auf Wasserstoffantrieb umgebauten Rapide beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring an.

Nachdem Porsche und VW in den letzten Jahren bereits Rennwagen mit alternativen Antrieben an den Start des legendären Langstreckenrennens auf der Nordschleife und Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings brachten, versucht es dieses Jahr Aston Martin mit einem „Öko-Renner“.

Dabei verzichtet die britische Traditionsmarke unter Führung des deutschen Dr. Ulrich Bez – selbst begeisterter Motorsportler – auf eine Brennstoffzelle und setzt stattdessen auf eine Hybridlösung. So kann der überarbeitete Zwölfzylinder-Motor des Viertürers entweder mit Benzin, Wasserstoff oder einer Mischung aus beiden angetrieben werden. Der Fahrer regelt elektronisch, welcher Kraftstoff gerade verwendet werden soll. Eine komplette, 25 km lange Runde soll mit Wasserstoff möglich sein. Das wäre somit auch die erste, emissionsfreie Rennrunde in der Geschichte des Langstreckenklassikers.

Dass es sich bei dem Rennwagen um einen Prototyp handelt, der so nicht direkt in Serie gehen kann, zeigt die Verteilung der Tanks. Die insgesamt 3,5 kg des extrem flüchtigen und unter 350 bar Druck stehenden Brennstoffes lagern in jeweils zwei aus Kohlefaser bestehenden Tanks im Kofferraum und direkt neben dem Piloten im Innenraum. Bei der Konstruktion mussten strengste Sicherheits-Auflagen eringehalten werden und sie tun es.

Mit dem hohen Aufwand, den der im Vergleich mit den großen Konzernen eher kleine Hersteller Aston Martin zusammen mit Entwicklungspartnern wie Alset Global betrieben hat, sollen im 100. Jahr des Bestehens zwei Ziele verfolgt werden. Zum einen natürlich, das neue Modell zu promoten und zum anderen die Vision aufzeigen, wie zukünftig alternative Antriebskonzepte in den Dienstwagen von James Bond 007 aussehen könnten.

Wir werden uns selbst davon ein Bild machen, denn Drivers Club Germany ist natürlich ganz nah dran, wenn am 19. Mai mehr als 150 Rennwagen auf dem Nürburgring an den Start gehen.

Ob der Rapide Wasserstoff-Hybrid ähnlich gut klingt wie seine Serienversion wissen wir noch nicht – doch hier gibt es nochmal unseren Soundcheck: